ISDN bis 2022? Vodafone drängt schon jetzt zur Umstellung auf Kabel
Der Telekommunikationskonzern Vodafone versucht wohl schon seit einiger Zeit, Kunden mit ISDN/DSL-Anschlüssen zu einer Umsiedlung auf die TV-Kabel-Infrastruktur zu bewegen. Dabei sicherte man erst im vergangenen Jahr zu, vier Jahre länger alte Verbindungen zu unterstützen als die Telekom.
Letztere hat es sich zum Ziel gesetzt, alle Festnetzanbindungen bis zum Jahr 2018 auf IP-Anschlüsse umzustellen. Wer diesen Weg aus verschiedenen Gründen nicht mitgehen möchte, muss letztlich mit einer Kündigung rechnen. Vodafone erklärte hingegen erst vor einem Jahr, dass alle, die das wünschen, bis 2022 bei ihrem alten Anschluss bleiben können.
Und nicht nur das: Auch Neukunden sollen nach den damaligen Aussagen weiterhin mit einem ISDN-Anschluss versorgt werden. Dabei spekulierte man wohl darauf, Festnetzkunden der Telekom, die den Wechsel (noch) nicht mitmachen können oder wollen, abgreifen zu können. Die ISDN-Kunden Vodafones sollen selbst entscheiden, "wann sie aufs neue Netz wechseln", hieß es.
Das könnte im Grunde auch eine normale Werbung für den Wechsel sein, die keine weiteren Konsequenzen nach sich zieht, wenn der Kunde sie einfach ignoriert. Dagegen spricht allerdings der Hinweis, dass Vodafone es sich vorbehalte, den aktuellen Vertrag zum Ende der Laufzeit ordentlich zu kündigen. Dies spricht dafür, dass hier durchaus Kunden gedrängt werden sollen, schon weit vor 2022 auf einen reinen IP-Anschluss umzusteigen - zumindest, wenn es sich um private Anschlüsse handelt.
Und nicht nur das: Auch Neukunden sollen nach den damaligen Aussagen weiterhin mit einem ISDN-Anschluss versorgt werden. Dabei spekulierte man wohl darauf, Festnetzkunden der Telekom, die den Wechsel (noch) nicht mitmachen können oder wollen, abgreifen zu können. Die ISDN-Kunden Vodafones sollen selbst entscheiden, "wann sie aufs neue Netz wechseln", hieß es.
Privatkunden bekommen Post
Doch inzwischen scheint sich die Situation zumindest in einigen Fällen etwas anders darzustellen. Den Kollegen von Heise liegt ein Schreiben vor, das ein Vodafone-Kunde unlängst erhielt. "Ihren bisherigen DSL-Tarif wird es in der jetzigen Form nicht mehr geben", hieß es darin. Mit einem besseren Preis und einer Gutschrift soll den Nutzern der freiwillige Wechsel auf eine Anbindung, bei der alles über das konzerneigene Kabelnetz läuft, schmackhaft gemacht werden.Das könnte im Grunde auch eine normale Werbung für den Wechsel sein, die keine weiteren Konsequenzen nach sich zieht, wenn der Kunde sie einfach ignoriert. Dagegen spricht allerdings der Hinweis, dass Vodafone es sich vorbehalte, den aktuellen Vertrag zum Ende der Laufzeit ordentlich zu kündigen. Dies spricht dafür, dass hier durchaus Kunden gedrängt werden sollen, schon weit vor 2022 auf einen reinen IP-Anschluss umzusteigen - zumindest, wenn es sich um private Anschlüsse handelt.
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Christian Kahle
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