Nokia: Weitere 1.000 Jobs werden in Deutschland gestrichen
Nach der Übernahme des Mitbewerbers Alcatel-Lucent streicht Nokia jetzt die Beschäftigten in Deutschland zusammen. Nun hat der Konzern heute seine finalen Pläne für Deutschland veröffentlicht - 1.022 Stellen werden demnach bis Ende 2017 abgebaut.
Das sind rund 200 Stellen weniger, als zunächst geplant. Dafür wird es für einige Standorte aber härter. So entlässt Nokia allein ein Drittel oder 360 Mitarbeiter aus dem Werk Stuttgart. Die IG Metall hat daher bereits zu Protest-Aktionen aufgerufen. Ähnlich sieht es auch am Standort München aus, dort sollen 354 Stellen wegfallen.
Nokia hatte den den französisch-amerikanischen Netzwerkausrüster und Mitbewerber Alcatel-Lucent Anfang 2016 offiziell übernommen, und will damit die Aufholjagd im Bereich Netzwerkausrüster anführen. Zuvor hatte Alcatel-Lucent in Deutschland etwa 1.800 Mitarbeiter, fast ebenso viele Stellen werden nun bis 2018 mit den bereits durchgeführten Entlassungen insgesamt angebaut. Nokia will laut den Plänen 900 Millionen Euro Betriebskosten einsparen.
Für Nokia die Neustrukturierung nach der Übernahme ein wichtiger Bestandteil der Firmen-Neuorientierung nach dem Verkauf von Handy-Sparte und dem Kartendienst Here.
Mehr dazu: EU gibt Nokia grünes Licht für Alcatel-Lucent-Kauf
"Synergiepotenzial"
Auch in Berlin, Düsseldorf/Bonn, Nürnberg und Ulm stehen Entlassungen an. Aus Sicht der verschiedenen Unternehmensbereiche wird ein Großteil der Einschnitte im Bereich Mobile Networks stattfinden, schreibt Nokia. "Hier besteht ein erhebliches Synergiepotenzial aus dem Zusammenschluss mit Alcatel-Lucent. Hinzu kommen Pläne zur Verbesserung von Prozessen und der Rentabilität", heißt es in einer entsprechenden Pressemitteilung.Nokia hatte den den französisch-amerikanischen Netzwerkausrüster und Mitbewerber Alcatel-Lucent Anfang 2016 offiziell übernommen, und will damit die Aufholjagd im Bereich Netzwerkausrüster anführen. Zuvor hatte Alcatel-Lucent in Deutschland etwa 1.800 Mitarbeiter, fast ebenso viele Stellen werden nun bis 2018 mit den bereits durchgeführten Entlassungen insgesamt angebaut. Nokia will laut den Plänen 900 Millionen Euro Betriebskosten einsparen.
Investition in Forschung und Entwicklung
"Indem wir den Transformationsplan umsetzen, können wir stärker in Zukunftstechnologien wie z.B. 5G, Cloud, Connected Car und Industrie 4.0 sowie schnelle optische Netze und Netzsicherheit investieren," erklärte Wilhelm Dresselhaus, Ex-Alcatel-Lucent-Deutschlandchef, jetzt Länder-Manager für Nokia. "In Deutschland werden wir weiterhin bedeutende Standorte für die Forschung und Entwicklung dieser Technologien haben und planen, weiter in diese Felder zu investieren. Allerdings ist es zum jetzigen Zeitpunkt zu früh, über konkrete Vorhaben zu sprechen."Für Nokia die Neustrukturierung nach der Übernahme ein wichtiger Bestandteil der Firmen-Neuorientierung nach dem Verkauf von Handy-Sparte und dem Kartendienst Here.
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