Nokia übernimmt Wearable-Anbieter Withings für 170 Mio. Euro
Der finnische Hersteller Nokia kehrt mit dem Kauf des auf Wearables und andere Gesundheitsprodukte spezialisierten französischen Anbieters Withings in den Bereich der Consumer Electronics zurück. Nokia gab heute bekannt, dass man Withings zum Preis von 170 Millionen Euro übernehmen will.
Wie Nokia-Chef Rajeev Suri in einer Pressemitteilung verlauten ließ, übernimmt man Withings vor allem deshalb, weil man viel Potenzial im Bereich der sogenannten "Digital Health" also "digitalen Gesundheit" sieht. Man habe mehrfach betont, dass großes strategisches Interesse von Nokia an diesem Markt besteht und ergreift nun Maßnahmen, um die neuen Möglichkeiten zu erschließen so Suri.
Withings wurde erst 2008 gegründet und hat heute rund 200 Mitarbeiter, die vor allem in Frankreich, dem US-Bundesstaat Massachussetts und Hong Kong ansässig sind. Die Firma ist vor allem für ihre Uhren, Fitness-Armbänder, Schlaf-Tracker, Thermometer und Waagen bekannt, die allesamt mit Sensoren ausgerüstet sind und so in der Lage sind, Daten zur Gesundheit des Nutzers zu erfassen und auswertbar zu machen.
Siehe auch: Nokia bekräftigt Rückkehr zu Smartphones, das Wann lässt man offen
Wer nun fürchtet, dass sein Withings-Produkt bald nicht mehr so wie bisher funktionieren könnte, weil Nokia Dienste abschaltet oder bestimmte Angebote einstellt, muss sich nach Aussagen von Withings-Chef Cédric Hutchings keine Sorgen machen: "unsere Anwendungen und Produkte werden weiter genauso funktionieren wie bisher", sagte er. Nach einem erfolgreichen Abschluss der Übernahme durch Nokia wolle man gemeinsam daran arbeiten, die nächsten Schritte festzulegen, so Hutchings weiter.
Dabei dürften künftig die Themen Gesundheitsvorsorge und Patientenbetreuung eine zentrale Rolle spielen, denn er sprach auch davon, dass ihn Nokias bisherige Pläne für diese Bereiche besonders beeindruckt hätten. Nokia war nach dem Verkauf seiner Abteilung für mobile Endgeräte an Microsoft zunächst vollständig aus dem Geschäft mit Produkten für normale Konsumenten ausgestiegen. Schließlich hatte man auch die Kartensparte HERE veräußert, so dass eigentlich nur noch die Netzwerk- und die Patent-Sparte übrig blieben.
Withings wird nun Teil von Nokia Technologies, dem verbleibenden Arm des finnischen Konzerns, der unter anderem die 360-Grad-VR-Kamera Ozo vertreibt und erst kürzlich einen neuen Deal zur Kooperation mit dem Unterhaltungskonzern Disney bekanntgeben konnte, der die Ozo-Kamera verwenden will. Dass Nokia wieder verstärkt in das Geschäft mit Smartphones und ähnlichen mobilen Produkten einsteigen wird, gilt als relativ unwahrscheinlich, auch wenn es dem Unternehmen ab dem Ende dieses Jahres wieder möglich wäre. Aktuell geht man davon aus, dass Nokia zunächst wie bei seinem Tablet N1 auf eine Lizenzierung seiner Marke an Dritte setzen dürfte.
Withings wurde erst 2008 gegründet und hat heute rund 200 Mitarbeiter, die vor allem in Frankreich, dem US-Bundesstaat Massachussetts und Hong Kong ansässig sind. Die Firma ist vor allem für ihre Uhren, Fitness-Armbänder, Schlaf-Tracker, Thermometer und Waagen bekannt, die allesamt mit Sensoren ausgerüstet sind und so in der Lage sind, Daten zur Gesundheit des Nutzers zu erfassen und auswertbar zu machen.
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Wer nun fürchtet, dass sein Withings-Produkt bald nicht mehr so wie bisher funktionieren könnte, weil Nokia Dienste abschaltet oder bestimmte Angebote einstellt, muss sich nach Aussagen von Withings-Chef Cédric Hutchings keine Sorgen machen: "unsere Anwendungen und Produkte werden weiter genauso funktionieren wie bisher", sagte er. Nach einem erfolgreichen Abschluss der Übernahme durch Nokia wolle man gemeinsam daran arbeiten, die nächsten Schritte festzulegen, so Hutchings weiter.
Dabei dürften künftig die Themen Gesundheitsvorsorge und Patientenbetreuung eine zentrale Rolle spielen, denn er sprach auch davon, dass ihn Nokias bisherige Pläne für diese Bereiche besonders beeindruckt hätten. Nokia war nach dem Verkauf seiner Abteilung für mobile Endgeräte an Microsoft zunächst vollständig aus dem Geschäft mit Produkten für normale Konsumenten ausgestiegen. Schließlich hatte man auch die Kartensparte HERE veräußert, so dass eigentlich nur noch die Netzwerk- und die Patent-Sparte übrig blieben.
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