Bücher-Digitalisierung: Google gewinnt elf Jahre alten Rechtsstreit
Ein mittlerweile elf Jahre andauernder Rechtsstreit zwischen Google und einer Autoren-Vereinigung ist nun vom US-amerikanischen Höchstgericht zugunsten des Suchmaschinenriesen entschieden worden. Das Supreme Court lehnte eine Berufung des Authors Guild ab, somit ist das Urteil aus der Instanz davor rechtskräftig. In dem Rechtsstreit ging es um das Digitalisieren von Büchern.
Google hat vor über elf Jahren begonnen, Bücher einzuscannen, um diese Volltext durchsuchbar zu machen. Problematisch war aus Sicht der Autoren-Gilde der Umstand, dass etwa zwei Drittel der Bücher noch urheberrechtlich geschützt sind. In der Angelegenheit ging es um die Definition von Fair Use.
Das Projekt mit dem Namen "HathiTrust" wird in Kooperation mit US- sowie einigen europäischen Universitäten durchgeführt, bis Herbst 2015 sind knapp 14 Millionen Bücher digitalisiert worden, rund 5,3 Millionen davon sind gemeinfrei.
Google hat das Scannen von Büchern bereits 2004 begonnen, wenig später gab es auch schon die erste Klage des Autoren-Verbandes. Die aktuelle rechtliche Auseinandersetzung geht genaugenommen auf September 2011 zurück, damals verklagte Authors Guild das HathiTrust-Projekt auf "massive Urheberrechtsverstöße", diese Klage verlor man vor einem Bundesgericht.
Auch die nächsthöhere Instanz, das United States Court of Appeals for the Second Circuit, kam zur Auffassung, dass das Projekt durch Fair Use abgedeckt ist, das gilt sowohl für die Durchsuchbarkeit der Werke als auch für die Zugänglichkeit. Denn letztere sieht vor, dass Nutzer mit einer Leseschwäche oder sonstigen Einschränkung sich die Bücher per Software vorlesen lassen können.
Siehe auch: Google darf Digitalisierung von Büchern fortsetzen
Das Projekt mit dem Namen "HathiTrust" wird in Kooperation mit US- sowie einigen europäischen Universitäten durchgeführt, bis Herbst 2015 sind knapp 14 Millionen Bücher digitalisiert worden, rund 5,3 Millionen davon sind gemeinfrei.
Google hat das Scannen von Büchern bereits 2004 begonnen, wenig später gab es auch schon die erste Klage des Autoren-Verbandes. Die aktuelle rechtliche Auseinandersetzung geht genaugenommen auf September 2011 zurück, damals verklagte Authors Guild das HathiTrust-Projekt auf "massive Urheberrechtsverstöße", diese Klage verlor man vor einem Bundesgericht.
Auch die nächsthöhere Instanz, das United States Court of Appeals for the Second Circuit, kam zur Auffassung, dass das Projekt durch Fair Use abgedeckt ist, das gilt sowohl für die Durchsuchbarkeit der Werke als auch für die Zugänglichkeit. Denn letztere sieht vor, dass Nutzer mit einer Leseschwäche oder sonstigen Einschränkung sich die Bücher per Software vorlesen lassen können.
"Wollen weiterkämpfen"
Laut TechCrunch ist die Sache nun vom Tisch, da das US-Höchstgericht den Fall abgelehnt hat, somit gilt die Entscheidung des Second Circuit. Die Authors Guild ist deshalb erwartungsgemäß stinksauer und hat angekündigt, weiterkämpfen zu wollen, zum Wie äußert man sich aber nicht genau.Siehe auch: Google darf Digitalisierung von Büchern fortsetzen
Thema:
Witold PryjdaSenior Redakteur
Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.
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