Windows und Skype: Der Bundestrojaner ist so gut wie unbrauchbar
Der so genannte Bundestrojaner darf nach langem Hin und Her seit kurzem offiziell eingesetzt werden. Die deutschen Behörden versprechen sich davon nichts weniger als die Internet-basierte eierlegende Wollmilchsau gegen Islamisten, Terroristen und Schurken aller Art. Doch laut einem Bericht ist genau das Gegenteil der Fall.
Die offiziell Quellen-Telekommunikationsüberwachung (TKÜ) genannte Software soll in ihrer Funktion stark eingeschränkt sein. Seit dem 22. Februar 2016 darf die deutsche Justiz "ihre" Quellen-TKÜ, besser bekannt als "Bundestrojaner", aber endlich einsetzen.
Dieser ist seit nahezu einem Jahrzehnt ein Thema der deutschen Politik. Nun ist er aber im Arsenal der Behörden und soll - natürlich unter strenger Kontrolle - gegen diverse Übeltäter, vor allem Terrorverdächtige und Extremisten, eingesetzt werden.
Andere Chat-Plattformen WhatsApp, Threema oder Telegram kann der Bundestrojaner nicht knacken. Dazu kommt, dass er auf mobilen Endgeräten, also Smartphones oder Tablets, ebenfalls nicht funktionsfähig ist, also nicht einmal mit Skype. Das dürfte Kenner der Materie nicht überraschen, bringt den daran beteiligten Behörden, allen voran dem Bundesinnenministerium, aber dennoch nicht viel Ruhm ein, sicherlich auch, weil die Entwicklung den einen oder anderen Euro gekostet hat.
Ein LKA-Beamter erklärte der Welt: "Egal ob Dschihadisten oder Rechtsextremisten. Sie alle kommunizieren über WhatsApp oder andere Instant-Messenger. Skype abzuhören bringt bei diesen Leuten nicht viel." Entsprechende Kritik gab es auch vom Bund Deutscher Kriminalbeamter, dieser forderte eine Lösung, die die Überwachung sämtlicher Kanäle ermöglicht. Diese gäbe es zwar mit der FinFisher-Software, diese wartet aber nach wie vor auf eine Freigabe.
Dieser ist seit nahezu einem Jahrzehnt ein Thema der deutschen Politik. Nun ist er aber im Arsenal der Behörden und soll - natürlich unter strenger Kontrolle - gegen diverse Übeltäter, vor allem Terrorverdächtige und Extremisten, eingesetzt werden.
"Gewaltige Defizite"
Doch laut einem Bericht der Tageszeitung Die Welt ist der Bundestrojaner in der Praxis so gut wie unbrauchbar. Denn die (überarbeitete) Software ist demnach lediglich in der Lage Voice-over-IP-Gespräche per Skype abzuhören. Mehr als das (oder besser gesagt weniger): Das funktioniert lediglich auf Windows-basierten Systemen.Andere Chat-Plattformen WhatsApp, Threema oder Telegram kann der Bundestrojaner nicht knacken. Dazu kommt, dass er auf mobilen Endgeräten, also Smartphones oder Tablets, ebenfalls nicht funktionsfähig ist, also nicht einmal mit Skype. Das dürfte Kenner der Materie nicht überraschen, bringt den daran beteiligten Behörden, allen voran dem Bundesinnenministerium, aber dennoch nicht viel Ruhm ein, sicherlich auch, weil die Entwicklung den einen oder anderen Euro gekostet hat.
Ein LKA-Beamter erklärte der Welt: "Egal ob Dschihadisten oder Rechtsextremisten. Sie alle kommunizieren über WhatsApp oder andere Instant-Messenger. Skype abzuhören bringt bei diesen Leuten nicht viel." Entsprechende Kritik gab es auch vom Bund Deutscher Kriminalbeamter, dieser forderte eine Lösung, die die Überwachung sämtlicher Kanäle ermöglicht. Diese gäbe es zwar mit der FinFisher-Software, diese wartet aber nach wie vor auf eine Freigabe.
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