Alte Lücke im x86-Design erlaubt Rootkits auf unterster Ebene
Die Entdeckung von Sicherheitslücken, die lange in einem inzwischen viel genutzten Dienst schlummerten, sorgt immer wieder einmal für Wirbel. Jetzt fanden Sicherheitsforscher eine solche sogar in der x86-Prozessorarchitektur. Die Schwachstelle existiert offenbar schon seit dem Jahr 1997.
Vorgestellt wurde das Problem nun auf der Hackerkonferenz Black Hat von Christopher Domas, der als Sicherheitsforscher am Battelle Memorial Institute arbeitet. Wie dieser ausführte, steckt der Fehler in einem Feature, das vor 18 Jahren erstmals in die x86-Architekturen Einzug hielt. Auch wenn es nicht trivial ist, die Schwachstelle auszunutzen, stellt sie doch ein ernstzunehmendes Problem dar, da es kaum einen Schutz gibt.
Die Lücke ermöglicht es einem Angreifer, ein Rootkit im System Management Mode (SMM) unterzubringen. Eine solche Attacke läge faktisch komplett unter dem Radar aller heute im Einsatz befindlichen Sicherheits-Methoden. So würde beispielsweise auch die Secure Boot-Funktion in den modernen UEFIs nicht helfen, da diese auf dem SMM aufbauen.
Über das Rootkit könnten die Angreifer dann recht beliebige weitere Komponenten des Rechners ins Visier nehmen. Die Möglichkeiten reichen dabei vom Lahmlegen des UEFI bis hin zum Öffnen von Hintertüren, über die dann weitergehende Malware aufs System gebracht werden kann. Die gängigen Maßnahmen wie die komplette Neuinstallation eines Systems würden natürlich nicht gegen die grundlegende Attacke helfen.
Wie Domas ausführte, ist Intel schon seit einiger Zeit über das Problem informiert und hat die Architekturen neuerer CPUs entsprechend berichtigt. Außerdem versucht man mit Firmware-Updates ältere Rechner abzudichten. Allerdings ist dies längst nicht bei allen Systemen möglich, die mit betroffenen Prozessoren ausgestattet sind. Hinzu kommt, dass Updates für ein BIOS/UEFI ohnehin nur von wenigen Nutzern installiert werden.
Wie er ausführte, habe er die Schwachstelle selbst auch nur auf Intel-Prozessoren getestet. Im Grunde sollten AMD-Chips aber in gleichem Maße betroffen sein. Der beste Schutz scheint derzeit darin zu bestehen, dass der jeweilige Rechner nicht mit Malware infiziert wird, die einem Exploit für die fragliche Schwachstelle erst durch das Erlangen von Systemprivilegien die Tür öffnet.
Die Lücke ermöglicht es einem Angreifer, ein Rootkit im System Management Mode (SMM) unterzubringen. Eine solche Attacke läge faktisch komplett unter dem Radar aller heute im Einsatz befindlichen Sicherheits-Methoden. So würde beispielsweise auch die Secure Boot-Funktion in den modernen UEFIs nicht helfen, da diese auf dem SMM aufbauen.
Über das Rootkit könnten die Angreifer dann recht beliebige weitere Komponenten des Rechners ins Visier nehmen. Die Möglichkeiten reichen dabei vom Lahmlegen des UEFI bis hin zum Öffnen von Hintertüren, über die dann weitergehende Malware aufs System gebracht werden kann. Die gängigen Maßnahmen wie die komplette Neuinstallation eines Systems würden natürlich nicht gegen die grundlegende Attacke helfen.
Wie Domas ausführte, ist Intel schon seit einiger Zeit über das Problem informiert und hat die Architekturen neuerer CPUs entsprechend berichtigt. Außerdem versucht man mit Firmware-Updates ältere Rechner abzudichten. Allerdings ist dies längst nicht bei allen Systemen möglich, die mit betroffenen Prozessoren ausgestattet sind. Hinzu kommt, dass Updates für ein BIOS/UEFI ohnehin nur von wenigen Nutzern installiert werden.
Wie er ausführte, habe er die Schwachstelle selbst auch nur auf Intel-Prozessoren getestet. Im Grunde sollten AMD-Chips aber in gleichem Maße betroffen sein. Der beste Schutz scheint derzeit darin zu bestehen, dass der jeweilige Rechner nicht mit Malware infiziert wird, die einem Exploit für die fragliche Schwachstelle erst durch das Erlangen von Systemprivilegien die Tür öffnet.
Thema:
Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
Intels Aktienkurs in Euro
Beliebt im Preisvergleich
- CPUs:
Videos zum Thema
- Minisforum MS-02 Ultra: Workstation bewährt sich als Barebone-Version
- Geekom IT13 im Test: Anspruchsvoller Mini-PC mit starkem Innenleben
- X-Plus Storm 10X im Test: Netbook-Format mit bis zu 2 Terabyte SSD
- Geekom IT15: Leistungsstarker Mini-PC mit Intel-AI-Chip im Test
- Geekom XT13 Pro 2025 Edition: Leise Neuauflage des Mini-PC im Test
Neue Intel-Downloads
Beiträge aus dem Forum
Weiterführende Links
Neue Nachrichten
- Aktuelle Technik-Blitzangebote von Amazon im Überblick
- SMS-of-Death-Exploit bringt Android-Smartphones zum Absturz
- Windows-Veteran erklärt: Das ist das große Problem des Task-Managers
- Geldregen durch Datensteuer in Frankreich: 5,5 Cent/GB Abgabe geplant
- FritzOS 8.40: Kleine Halloween-Updates für 6 FritzBoxen stehen bereit
- Glasfaservollausbau in Mietshäusern: Kritik an Zugangsregeln wächst
- iPhone 18 Pro: Nutzer klagen über Probleme bei Bluetooth-Gesprächen
Videos
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen?
Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links,
um WinFuture zu unterstützen:
Vielen Dank!




Alle Kommentare zu dieser News anzeigen