Auf die Spur gekommen: X-Plus verbaut im Storm 10x falsche SSD

X-Plus bietet das Storm 10x in verschiedenen Varianten an: mit einer 2-TB-, 1-TB- oder 512-GB-SSD. Die Varianten unterscheiden sich vor allem im Preis, die 2-TB-Version ist die teuerste Ausgabe. Betrachtet man die Artikelseite, so könnte man davon ausgehen, dass jede der Speichervarianten mit einer M.2-2280-SSD ausgestattet ist. Unser Kollege Timm Mohn hat nachgesehen und festgestellt: Das ist nicht der Fall. Um dies zu überprüfen, muss das Gerät allerdings geöffnet werden. Insgesamt müssen 10 Schrauben gelöst werden, um die Bodenplatte zu entfernen.

Für die Schrauben ist lediglich ein einfacher Kreuzschraubendreher nötig. Sämtliche Schrauben lassen sich problemlos lösen, keine davon hat sich bei unserem Test verhakt oder blockiert. Über die Aussparungen im Bereich der Lautsprecher lässt sich anschließend auch die Unterseite vergleichsweise einfach anheben. Ein interessantes Detail zeigt sich bei der verbauten SSD. X-Plus setzt bei unserem 2-TB-Modell nicht auf das weit verbreitete und auf der Artikelseite beworbene M.2-2280-Format, sondern auf eine deutlich kürzere M.2-2242-SSD. Diese misst lediglich 42 Millimeter in der Länge und wird über eine entsprechende Halterung beziehungsweise Verlängerung im Notebook befestigt.

Angebunden ist die NVMe-SSD über PCIe 3.0 x4 und nutzt damit die vom Gerät bereitgestellte PCIe-3.0-x4-Verbindung vollständig aus. Mit einer Kapazität von 2 TB besteht zumindest aus Speicherplatzgründen kaum Bedarf für ein Upgrade. Ob X-Plus auch bei den Varianten mit 512 GB und 1 TB auf SSDs derselben Baureihe setzt, ist allerdings unklar. Etwas verwirrend ist zunächst die genaue Modellbezeichnung. Auf dem Aufkleber der SSD ist lediglich von der "NX Series" die Rede.
X-Plus Storm 10x - SSD-Tausch X-Plus Storm 10x - SSD-Tausch X-Plus Storm 10x - SSD-Tausch
CrystalDiskInfo identifiziert das Laufwerk hingegen eindeutig als NXM-2TB 2242. Mit dieser Bezeichnung findet sich die Baureihe bei KingSpec auch offiziell als M.2-2242-SSD mit PCIe 3.0 x4. Unser Kollege Timm Mohn hatte die 2-TB-Ausführung im regulären Handel zunächst nicht gefunden. Um eine speziell für X-Plus angefertigte Sonderversion handelt es sich jedoch nicht: Die NXM-2TB wird von KingSpec auch im eigenen B2B-Verzeichnis geführt. In Deutschland ist die SSD allerdings nur schwer erhältlich.

Kein nennenswerter Nachteil

Die 1-TB-Version im gleichen 2242-Format wird bei Amazon derzeit für rund 176 Euro angeboten. KingSpec selbst nennt für die 2-TB-Version keinen regulären Endkundenpreis. Bei genauerer Recherche lässt sich jedoch exakt die verbaute NXM-2TB bei Newegg finden. Dort kostet sie aktuell rund 270 Dollar, was beim derzeitigen Wechselkurs ungefähr 237 Euro entspricht. Ein realistischer Marktwert für die verbaute 2-TB-SSD dürfte damit grob im Bereich von 220 bis 240 Euro liegen. Der Preisaufschlag bei X-Plus ist somit gerechtfertigt: Die 2-TB-Version kostet 724,60 Euro, die 512-GB-Version 539,75 Euro.

Im Inneren erhält man einen Blick auf den Akku: Es handelt sich um einen 3.800-mAh-Akku. Außerdem sichtbar: der Lüfter. Auf der Heatpipe ist ein Thermal-Tape angebracht, das man nicht mal bei einigen Gamingbooks findet. Ansonsten gibt es wenige Überraschungen: Das Notebook kommt, wie viele andere ähnliche Geräte, mit fest verlötetem RAM daher. Selbst die Wi-Fi-Karte scheint fest auf dem Mainboard verlötet zu sein.

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Will man nicht gerade die SSD wechseln, gibt es kaum einen Grund, das Storm 10x aufzumachen. Insgesamt ist beim Netbook viel abgedeckt und abgeschirmt. Damit will der Hersteller wahrscheinlich unter anderem für gute Wi-Fi-Verbindungen und ein gutes Temperaturmanagement sorgen. Die größte Überraschung bleibt somit die SSD mit Adapter. Erfreulich: X-Plus sichert keine der Schrauben mit einem Siegel, sodass auch keines gebrochen werden muss, um das Notebook zu öffnen. Beim Chuwi MiniBook X U300 war das der Fall.

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