iPhone-Hersteller Foxconn ersetzt 30% der Mitarbeiter mit Robotern

Apples wichtigster Zulieferer und Vertragsfertiger Foxconn will innerhalb von nur fünf Jahren fast ein Drittel seiner Mitarbeiter durch Roboter ersetzen. Der iPhone-Hersteller will damit die Effizienz seiner Produktionsstraßen deutlich steigern. Wie die taiwanische Nachrichtenagentur CNA auf ihrer Website FocusTaiwan berichtet, kündigte Foxconn-Chef Terry Gou während eines Treffens mit Aktionären an, dass in fünf Jahren rund 30 Prozent der Mitarbeiter durch Roboter abgelöst werden sollen. Die Maschinen sollen vor allem monotone immer wiederkehrende Aufgaben übernehmen.

Mit der fortschreitenden Entwicklung der Roboter-Technologie werden die Fähigkeiten der schon jetzt teilweise in der Produktion bei Foxconn eingesetzten Maschinen zunehmend in die Lage versetzt, auch etwas komplexere Aufgaben zu übernehmen. Bisher lässt der Konzern einen Großteil der Arbeiten noch von Menschen erledigen, weil die Aufgaben oft noch zu anspruchsvoll sind.

Foxconn beschäftigt in seinen Werken in China, Taiwan und anderen asiatischen Ländern insgesamt weit über eine Million Menschen. Das Unternehmen geriet immer wieder in die Schlagzeilen, weil sich Mitarbeiter das Leben nahmen. Auch die Arbeitsbedingungen bei dem Konzern werden immer wieder kritisiert.

Die Umstellung auf Roboter in der Produktion bedeutet natürlich auch im Fall von Foxconn den Verlust von Arbeitsplätzen. Firmenchef Gou stellte jedoch auch in Aussicht, dass man einen Teil der betroffenen Mitarbeiter aus der Fertigung in andere Unternehmensbereiche versetzen will, um von ihnen anspruchsvollere Aufgaben erledigen zu lassen.

So will Foxconn unter anderem in Software-Entwicklung und E-Commerce investieren. Außerdem ist vorgesehen, die Mitarbeiter künftig auch zur Entwicklung von Eingabeschnittstellen für Computer einzusetzen, um so in den Bereichen Roboter-Management und Künstliche Intelligenz Fortschritte zu erzielen. Letztlich geht es bei der Umstellung auf Roboter in der Produktion natürlich auch bei Foxconn darum, die Kosten auf lange Sicht zu senken.
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