Axel-Springer-Verlag kauft US-Magazin für eine Milliarde Dollar
Der Axel Springer-Verlag investiert einen enormen Betrag, um eines der renommiertesten Online-Magazine, Politico, in den USA zu übernehmen. Damit expandiert der Boulevard-Konzern auf der anderen Seite des Atlantik ordentlich.
Über den Preis wurde zwischen den Beteiligten des Deals zwar Stillschweigen vereinbart, doch laut Berichten aus der US-Presse dürfte das finanzielle Volumen bei rund einer Milliarde Dollar liegen. Das Interesse des deutschen Konzerns liegt hier vor allem in einer deutlichen Steigerung der Reichweite. Bisher ist der Berliner Verlag mit den Marken Insider und Morning Brew in den USA vertreten.
Axel Springer arbeitet bereits seit längerer Zeit daran, sich ein möglichst breites Standbein im digitalen Bereich aufzubauen. Denn die einstigen Säulen des Verlagsgeschäfts - die Print-Ausgaben von Bild und Welt - verzeichnen seit Jahren massiv sinkende Auflagenzahlen. Es ist im Grunde absehbar, dass diese nur noch einen überschaubaren Anteil am Geschäft ausmachen.
Im Zuge der Übernahme geht auch das Joint Venture komplett in dem deutschen Konzern auf. Robert Allbritton, der Gründer und Verleger hinter Politico, wird seinen bisherigen Posten als Herausgeber aber weiterhin inne haben. Somit dürfte sich an der inhaltlichen Ausrichtung des Magazins, das für seine tiefen Einblicke in die politischen Kreise der US-Hauptstadt bekannt ist, nicht direkt etwas ändern. Die Vertragspartner hoffen laut der Bekanntgabe darauf, dass man den Deal inklusive aller Zustimmungen der zuständigen Behörden noch in diesem Jahr abgeschlossen bekommt.
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Axel Springer arbeitet bereits seit längerer Zeit daran, sich ein möglichst breites Standbein im digitalen Bereich aufzubauen. Denn die einstigen Säulen des Verlagsgeschäfts - die Print-Ausgaben von Bild und Welt - verzeichnen seit Jahren massiv sinkende Auflagenzahlen. Es ist im Grunde absehbar, dass diese nur noch einen überschaubaren Anteil am Geschäft ausmachen.
Schon länger Partner
Gänzlich überraschend kommt die Konstellation der Übernahme allerdings nicht zustande. Seit 2014 betreiben die US-Amerikaner bereits den europäischen Ableger Politico Europe und bauten diesen im Rahmen eines Joint Ventures mit dem Axel Springer-Verlag auf. Das Projekt ist recht erfolgreich und schreibt seit 2019 schwarze Zahlen.Im Zuge der Übernahme geht auch das Joint Venture komplett in dem deutschen Konzern auf. Robert Allbritton, der Gründer und Verleger hinter Politico, wird seinen bisherigen Posten als Herausgeber aber weiterhin inne haben. Somit dürfte sich an der inhaltlichen Ausrichtung des Magazins, das für seine tiefen Einblicke in die politischen Kreise der US-Hauptstadt bekannt ist, nicht direkt etwas ändern. Die Vertragspartner hoffen laut der Bekanntgabe darauf, dass man den Deal inklusive aller Zustimmungen der zuständigen Behörden noch in diesem Jahr abgeschlossen bekommt.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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