Nexus 6 mit Android 5.0:
Verschlüsselung bremst Leistung massiv
Ressourcen-schonender, sicher und schneller: Das sind die wichtigsten Ziele, die sich Google für die neuste Ausgabe seines mobilen Betriebssystems gesetzt hat. Beim Nexus 6 klappt das aber wohl nicht ganz so, da die Krypto-Funktion des Gerätespeichers das System massiv ausbremst.
Denn die von Haus aus eingestellte Verschlüsselung des Gerätespeichers führt zu massiven Einbußen der Schreib- und Lesegeschwindigkeit. Das Lesen zufälliger Daten ("Random Read") hat im Vergleich zu deaktivierter Krypto einen Abfall um 62,9% zur Folge, beim Schreiben ("Random Write") war das Nexus 6 um 50,5% langsamer. Beim sequentiellen Lesen ist der Abfall besonders dramatisch, hier machte der Unterschied immerhin 80,7% aus.
Dass sich Verschlüsselung negativ auf die Geschwindigkeit auswirkt, ist normal, ein derart großer Unterschied wie im Fall des Nexus 6 hat aber zur Folge, dass sich das auch im alltäglichen Gebrauch spürbar bemerkbar macht.
Eine Lösung für alle Geschwindigkeitsprobleme beim Nexus 6 ist das Ausschalten der Verschlüsselung ohnehin nicht: Denn an einigen Stellen (Messenger und Kalender) kommt es auch weiterhin zu "signifikanten" Framerate-Einbrüchen, die möglicherweise eine Folge von fehlender GPU-Leistung oder Speicher-Bandbreite sind.
Siehe auch: Android 5.0 "Lollipop" wird ausgeliefert - Die wichtigsten Neuerungen
Sicherer ist nicht schneller
Android 5.0, das den Codenamen Lollipop trägt, bringt ein signifikant überarbeitetes Interface mit, doch auch unter der Haube hat sich viel getan: Die neueste Ausgabe des mobilen Google-Betriebssystems will insbesondere sicherer sein. Laut den Benchmark-Spezialisten von AnandTech (via derStandard) haben diese Bemühungen beim Nexus 6 fast schon dramatische Folgen, allerdings nicht gerade positive.Denn die von Haus aus eingestellte Verschlüsselung des Gerätespeichers führt zu massiven Einbußen der Schreib- und Lesegeschwindigkeit. Das Lesen zufälliger Daten ("Random Read") hat im Vergleich zu deaktivierter Krypto einen Abfall um 62,9% zur Folge, beim Schreiben ("Random Write") war das Nexus 6 um 50,5% langsamer. Beim sequentiellen Lesen ist der Abfall besonders dramatisch, hier machte der Unterschied immerhin 80,7% aus.
Dass sich Verschlüsselung negativ auf die Geschwindigkeit auswirkt, ist normal, ein derart großer Unterschied wie im Fall des Nexus 6 hat aber zur Folge, dass sich das auch im alltäglichen Gebrauch spürbar bemerkbar macht.
Nicht abschaltbar
Das eigentliche Problem ist: Die so genannte Full Disk Encryption (FDE) lässt sich vom Nutzer nicht deaktivieren. AnandTech, wo man beim ersten Test des Nexus 6 diese Leistungsprobleme festgestellt hat (die es auf einem Lollipop-Nexus 5 wohlgemerkt nicht gibt), hat für den Verschlüsselungstest nämlich extra von Hersteller Motorola eine modifizierte Firmware mit abgeschalteter FDE erhalten.Eine Lösung für alle Geschwindigkeitsprobleme beim Nexus 6 ist das Ausschalten der Verschlüsselung ohnehin nicht: Denn an einigen Stellen (Messenger und Kalender) kommt es auch weiterhin zu "signifikanten" Framerate-Einbrüchen, die möglicherweise eine Folge von fehlender GPU-Leistung oder Speicher-Bandbreite sind.
Siehe auch: Android 5.0 "Lollipop" wird ausgeliefert - Die wichtigsten Neuerungen
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