Gegenklage: Samsung nennt Nvidia-Benchmarks "irreführend"
Der koreanische Hersteller Samsung hat mit einer Gegenklage auf die Vorwürfe des Chipherstellers Nvidia geantwortet: Die juristische Gegenoffensive betrifft sechs mutmaßliche Patentverstöße seitens Nvidia, außerdem soll der Grafik-Spezialist falsche Angaben zur Leistung seines Shield-Tablets gemacht haben.
Der Hersteller Samsung, den man nach jahrelangen und kostspieligen Prozessen gegen Apple sicherlich als Gerichts-erfahren bezeichnen kann, setzt sich gegen eine neue Patentklage zur Wehr: Nvidia wirft den Koreanern vor, insgesamt sieben Patente verletzt zu haben. Es ist das erste Mal, dass Nvidia eine derartige Klage eingereicht hat, das Unternehmen fordert unter anderem ein Verkaufsverbot mehrerer Produkte aus der Galaxy-Serie.
Nvidia wollte sich zu dieser Gegenklage bzw. den darin vorkommenden Patentverstößen nicht äußern, den Vorwurf der Benchmark-"Manipulation" bzw. Nutzer-Irreführung weist man jedoch scharf zurück. In den Tests habe man die Ergebnisse mit unveränderter Geräte-Software durchgeführt und diese nicht wie von Samsung behauptet verändert.
Samsung ist allerdings kein Unbekannter auf dem Bereich der Benchmark-Tricks: Im Vorjahr war bekannt geworden, dass es bei zahlreichen Galaxy-Geräten zu diversen Unregelmäßigkeiten komme, da man für Benchmark-Programme Ausnahmen ermöglicht hat, die höhere Werte ergeben als in Realität möglich sind.
Siehe auch: Nvidia fordert in erstem Patentprozess Verkaufsverbot für Samsung
Battlefield Benchmark
Doch wie Engadget unter Berufung auf Law360 berichtet, wird das Samsung nicht einfach so hinnehmen, da man selbst Patentverstöße bei Nvidia entdeckt haben will. Mehr als das: Laut dem koreanischen Hersteller soll Nvidia versucht haben, "Kunden zu verwirren", da man behauptet, dass das Shield-Tablet und dessen Tegra K1-Prozessor schneller seien als der Samsung-Chip Exynos 5433, der im Galaxy Note 4 steckt. Samsung führt als angeblichen Beweis an, dass "herkömmliche Benchmarks" die Nvidia-Ergebnisse nicht stützten.Nvidia wollte sich zu dieser Gegenklage bzw. den darin vorkommenden Patentverstößen nicht äußern, den Vorwurf der Benchmark-"Manipulation" bzw. Nutzer-Irreführung weist man jedoch scharf zurück. In den Tests habe man die Ergebnisse mit unveränderter Geräte-Software durchgeführt und diese nicht wie von Samsung behauptet verändert.
Samsung ist allerdings kein Unbekannter auf dem Bereich der Benchmark-Tricks: Im Vorjahr war bekannt geworden, dass es bei zahlreichen Galaxy-Geräten zu diversen Unregelmäßigkeiten komme, da man für Benchmark-Programme Ausnahmen ermöglicht hat, die höhere Werte ergeben als in Realität möglich sind.
Siehe auch: Nvidia fordert in erstem Patentprozess Verkaufsverbot für Samsung
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