Ex-Bürgermeister Giuliani vertritt Activision in der Noriega-Klage
Es gibt Neuigkeiten im Fall der Klageeinreichung des ehemaligen Diktators Panamas, Manuel Noriega, gegen die Spieleschmiede Activision. Wie das Unternehmen bekannt gab, will man sich nicht außergerichtlich einigen. Activision wird zudem vor Gericht von Rudy Giuliani, dem ehemaligen Bürgermeister von New York, vertreten.
Bislang hatte sich das Unternehmen nicht öffentlich zu den Vorwürfen von Manuel Noriega geäußert. Noriega sieht seine Persönlichkeitsrechte verletzt und klagt auf Schadensersatz. Stein des Anstoßes sind Sequenzen in "Call of Duty: Black Ops 2". Dabei hat Activision den ehemaligen Diktator Panamas unbestritten gut erkennbar eingebunden.
"Was erstaunlich ist, ist dass Manuel Noriega - ein Diktator, der im Gefängnis sitzt für die abscheulichen Verbrechen die er begangen hat - verärgert ist über die Darstellung als Verbrecher und Feind des Staates in dem Spiel Call of Duty," schrieb Giuliani in einer Erklärung. "Es ist ganz einfach absurd." Er werde zudem nicht zulassen, dass ein verurteilter Verbrecher aus seinem Leben Profit schlagen werde.
Anspielungen auf geschichtliche Begebenheiten müssten in einem Computerspiel ganz einfach erlaubt sein, so Giuliani.
Spieler treffen in "Call of Duty: Black Ops 2" mehrfach auf den Ex-Diktator. Er ist deutlich zu erkennen und wird nicht überspitzt dargestellt. Allerdings wird er im Spiel beschimpft.
Mehr dazu: Ex-Diktator klagt wegen Call of Duty-Auftritt gegen Activision
Manuel Noriega war von 1983 bis 1989 an der Macht. Er wurde aufgrund verschiedener Verbrechen unter anderem in Frankreich und in den USA angeklagt. Der Ex-Diktator verbüßt seine Haftstrafe (60 Jahre unter anderem für Mord, Unterschlagung, Geldwäsche und Korruption) derzeit in Panama.
Schadensersatzklage
Man habe ihn als Mörder, Kidnapper und Staatsfeind in diesem Spiel hingestellt, unterstrich Noriega in der Schadensersatzklage, die bereits im Juli eingereicht wurde. Er wolle nicht hinnehmen, dass mit einer solchen Darstellung Geld gemacht werde, hieß es weiter. Eigentlich will er jedoch nicht, dass andere mit dieser Darstellung Geld machen.Giuliani bezeichnet Klage als lächerlich
Dazu meldete sich nun Activisions Staranwalt zu Wort. Rudy Giuliani, von 1994 bis 2001 Bürgermeister der Stadt New York, wird diesen seiner Meinung nach absurden Fall vor Gericht vertreten. Mit Giuliani an der Seite kann sich die Spieleschmiede nochmals einer Menge PR-Rummel sicher sein. Giuliani fährt bereits schwere Geschütze auf und versucht das Anliegen des Ex-Diktators als lächerlich hinzustellen:"Was erstaunlich ist, ist dass Manuel Noriega - ein Diktator, der im Gefängnis sitzt für die abscheulichen Verbrechen die er begangen hat - verärgert ist über die Darstellung als Verbrecher und Feind des Staates in dem Spiel Call of Duty," schrieb Giuliani in einer Erklärung. "Es ist ganz einfach absurd." Er werde zudem nicht zulassen, dass ein verurteilter Verbrecher aus seinem Leben Profit schlagen werde.
Anspielungen auf geschichtliche Begebenheiten müssten in einem Computerspiel ganz einfach erlaubt sein, so Giuliani.
Spieler treffen in "Call of Duty: Black Ops 2" mehrfach auf den Ex-Diktator. Er ist deutlich zu erkennen und wird nicht überspitzt dargestellt. Allerdings wird er im Spiel beschimpft.
Mehr dazu: Ex-Diktator klagt wegen Call of Duty-Auftritt gegen Activision
Manuel Noriega war von 1983 bis 1989 an der Macht. Er wurde aufgrund verschiedener Verbrechen unter anderem in Frankreich und in den USA angeklagt. Der Ex-Diktator verbüßt seine Haftstrafe (60 Jahre unter anderem für Mord, Unterschlagung, Geldwäsche und Korruption) derzeit in Panama.
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Nadine DresslerRedakteurin für Windows & Netzwerke
Seit 2001 im Journalismus, klassisch ausgebildet, Autorin eines Windows-Buches. Ihre Themen reichen von Insider-Builds über die FritzBox bis zu DSL und Starlink.
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