TV-Kabelnetzbetreiber fordern weniger DRM bei HD-Sendern

Hochauflösende Fernsehprogramme sind für die Kabelnetzbetreiber ein wichtiger Faktor bei der Kundengewinnung - insbesondere, wenn es um die Umstellung auf digitale Anschlüsse geht. Um das weiter voranzutreiben, fordern die Netzbetreiber die TV-Sender nun auf, die Zugangshürden zu den Angeboten deutlich abzusenken.
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"Die vollständige Umstellung auf Digitalempfang kann aber nur erfolgreich sein, wenn die Fernsehsender und Rechteinhaber bei den technischen Restriktionen und Vergütungsforderungen an das klassische Fernsehen Maß halten und die Medienpolitik den passenden Rechtsrahmen setzt", sagte Thomas Braun, Präsident des Branchenverbandes der deutschen Kabelnetzbetreiber ANGA.

Seitens der Netzbetreiber ist man sich dabei durchaus bewusst, dass man sich hier in Zukunft mit neuen Konkurrenten herumschlagen muss, die den Nutzern auf anderem Weg Angebote mit niedrigen Einstiegshürden machen. So gelte das Gesagte "besonders in Zeiten, in denen der Wettbewerb mit online-basierten Unterhaltungsangeboten tagtäglich zunimmt", so Braun.

Digitalisierung geht voran

Dabei war man in der letzten Zeit mit der Digitalisierung wieder ein gutes Stück vorangekommen. Laut dem heute veröffentlichten Digitalisierungsbericht der Landesmedienanstalten nutzten im Juni dieses Jahres 62,9 Prozent der Haushalte mit Kabelanschluss digitale Programm-Angebote. Dies entspricht einem Wachstum von 7 Prozentpunkten im Vergleich zum Vorjahr.

Einer der Motoren der Entwicklung ist dabei das HD-Format. Die Kabelunternehmen verzeichneten zur Jahresmitte bereits mehr als 3 Millionen Abonnenten, die auch die hochauflösenden Programme der Privatsender empfangen. Beim Satellitenempfang belief sich die veröffentlichte Zahl von Kunden, die zusätzlich für das HD-Paket inklusive den Privatsendern bezahlen bei fast gleicher technischer Reichweite auf etwas mehr als 1,5 Millionen. Weitere rund 1,3 Millionen waren noch in der kostenlosen Testphase.

Insgesamt empfangen nach den Zahlen des Digitalisierungsberichts 17,85 Millionen Haushalte ihre Fernsehprogramme über einen Kabelanschluss. Damit ist der Kabelbranche eine Trendwende gelungen: Erstmals seit mehreren Jahren ist die Zahl der Kabelfernsehanschlüsse nicht mehr gefallen, sondern hat leicht zugelegt.
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