Industriespionage: T-Mobile USA bezichtigt Huawei des Diebstahls
In den USA macht derzeit ein besonderer Fall von Wirtschaftsspionage Schlagzeilen: Mitarbeiter des chinesischen Smartphone-Herstellers und Technologieriesen Huawei sollen eine Testapparatur von T-Mobile systematisch ausspioniert haben.
Es geht dabei um eine Vorrichtung, mit deren Hilfe T-Mobile Smartphones und Tablets testet. Kern der Apparatur ist ein Testroboter namens Tappy, mit dem T-Mobile Simulationen durchführt. Der ehemalige Partner Huawei soll nun in der Zentrale von T-Mobile USA in Bellevue, Washington, den Roboter fotografiert, seinen Aufbau analysiert und sogar Baupläne und Teile der Testeinrichtung entwendet haben.
Für T-Mobile hatte das gleich mehrere Konsequenzen, wie aus der Klageschrift hervorgeht. Zum einen habe T-Mobile sich gezwungen gefühlt, alle Geschäfte mit dem Partner aufzugeben und dadurch einen großen finanziellen Schaden erlitten. Ein Abbruch aller Geschäftsbeziehungen habe dazu geführt, dass man sich schnell nach anderen Unternehmen umschauen musste und dadurch doppelte Kosten hatte. Zum anderen geht es um die gestohlene Technologie selbst, mit der Huawei nun unberechtigterweise Geld verdienen soll.
Gegenüber der New York Times äußerte sich ein Sprecher von Huawei bereits und stritt die Vorwürfe nicht ab. Es habe sich dabei um Mitarbeiter gehandelt, die eigenmächtig agiert haben und mittlerweile von dem Unternehmen entlassen wurden.
Abbruch aller Geschäftsbeziehungen
Die Vorfälle seien in den vergangenen zwei Jahren geschehen. Wie es in der in dieser Woche eingereichten Klage heißt, habe Huawei die Verschwiegenheits-Vereinbarungen gebrochen und durch den noch zu beweisenden Diebstahl Bundesgesetze gebrochen. Man habe versucht die Sache außergerichtlich zu klären. Doch die verantwortlichen Mitarbeiter bei Huawei seien nicht bereit gewesen zur Kooperation. T-Mobile hat indes Beweise gesammelt, die zeigen sollen, dass der chinesische Konzern mittlerweile den Roboter Tappy in einer nahezu 1:1-Kopie selbst einsetzt.Für T-Mobile hatte das gleich mehrere Konsequenzen, wie aus der Klageschrift hervorgeht. Zum einen habe T-Mobile sich gezwungen gefühlt, alle Geschäfte mit dem Partner aufzugeben und dadurch einen großen finanziellen Schaden erlitten. Ein Abbruch aller Geschäftsbeziehungen habe dazu geführt, dass man sich schnell nach anderen Unternehmen umschauen musste und dadurch doppelte Kosten hatte. Zum anderen geht es um die gestohlene Technologie selbst, mit der Huawei nun unberechtigterweise Geld verdienen soll.
Gegenüber der New York Times äußerte sich ein Sprecher von Huawei bereits und stritt die Vorwürfe nicht ab. Es habe sich dabei um Mitarbeiter gehandelt, die eigenmächtig agiert haben und mittlerweile von dem Unternehmen entlassen wurden.
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Nadine Juliana DresslerRedakteurin für Windows & Netzwerke
Seit 2001 im Journalismus, klassisch ausgebildet, Autorin eines Windows-Buches. Ihre Themen reichen von Insider-Builds über die FritzBox bis zu DSL und Starlink.
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