Benchmark-Betrug: Huawei Ascend P7 schummelt bei Leistungstests
Smartphones können in verschiedenen Benchmarks beweisen, wie viel Power wirklich in ihnen steckt. Wie sich jetzt zeigt, spielt das Huawei Ascend P7 bei diesen Leistungstests offenbar nicht mit fairen Mitteln: Wird eine Benchmark-App erkannt, schaltet das Gerät in den Turbo.
Schickes Schummel-Phone: Das Huawei Ascend P7
Jetzt wurde das Modell Ascend P7 des chinesischen Herstellers Huawei bei einem ganz ähnlichen Betrugsversuch überführt. Wie Anandtech (via Heise) mitteilt, schaltet das Android-Spitzenmodell immer dann in einen speziellen Turbo-Modus, wenn Benchmark-Tools wie 3DMark oder GFXBench darauf ausgeführt werden.
Wie bei mobilen Multicore-CPUs üblich, kann auch der Rechenkern des Ascend P7 mehr Leistung zur Verfügung stellen, indem er mit höherer Taktrate arbeitet. Da bei diesem Prozess der Stromverbrauch und die Hitzeentwicklung deutlich ansteigt, wird dieser Turbo-Modus im Alltag aber nur für kurze Zeit aktiviert.
Genau hier haben die Huawei-Entwickler für ihren Benchmark-Betrugs-Versuch angesetzt: Wird erkannt, dass auf dem Smartphone ein Leistungstest ausgeführt wird, wechselt damit auch automatisch das für die Steuerung der CPU verantwortliche Programm. Dabei werden beispielsweise Taktraten über lange Zeiträume nach oben geschraubt und Sicherheitsmaßnahmen deaktiviert, die das Gerät vor einer Überhitzung bewahren.
Schummelei unter Beobachtung
Dass Hersteller versuchen, die Benchmarkergebnisse ihrer Geräte sozusagen etwas zu verschönern, ist nichts Neues. So war in diesem Jahr beispielsweise das HTC One (M8) dabei ertappt worden, dass es während Leistungstests in einen speziellen Modus schaltet, der es erlaubt, bessere Ergebnisse zu erzielen.
Schickes Schummel-Phone: Das Huawei Ascend P7
Jetzt wurde das Modell Ascend P7 des chinesischen Herstellers Huawei bei einem ganz ähnlichen Betrugsversuch überführt. Wie Anandtech (via Heise) mitteilt, schaltet das Android-Spitzenmodell immer dann in einen speziellen Turbo-Modus, wenn Benchmark-Tools wie 3DMark oder GFXBench darauf ausgeführt werden.
Überhitzung erst mal ignorieren
Mit dem Ascend P7 tappt damit das aktuelle Spitzenmodell von Huawei in die Tester-Falle. Eigentlich ist das Android-Smartphone mit seinem von Huawei selbst entwickelten Kirin 910T-SoC in Sachen Rechenleistung durchaus gut gerüstet. Der Prozessor arbeitet immerhin mit vier 1,8-GHz-Cortex-A9r4-Kernen, die von 2 GB RAM unterstützt werden.Wie bei mobilen Multicore-CPUs üblich, kann auch der Rechenkern des Ascend P7 mehr Leistung zur Verfügung stellen, indem er mit höherer Taktrate arbeitet. Da bei diesem Prozess der Stromverbrauch und die Hitzeentwicklung deutlich ansteigt, wird dieser Turbo-Modus im Alltag aber nur für kurze Zeit aktiviert.
Genau hier haben die Huawei-Entwickler für ihren Benchmark-Betrugs-Versuch angesetzt: Wird erkannt, dass auf dem Smartphone ein Leistungstest ausgeführt wird, wechselt damit auch automatisch das für die Steuerung der CPU verantwortliche Programm. Dabei werden beispielsweise Taktraten über lange Zeiträume nach oben geschraubt und Sicherheitsmaßnahmen deaktiviert, die das Gerät vor einer Überhitzung bewahren.
Deutlicher Unterschied
Am deutlichsten fallen die Leistungsunterschiede dabei beim Test mit dem 3DMark-Benchmark ins Gewicht. Hier kann das manipulierte Ascend P7 rund 28 Prozent mehr Leistung bereitstellen, als im Alltag unter realen Bedingungen zur Verfügung stehen. Der 3DMark-Entwickler Futuremark hat das Huawei-Spitzenmodell deshalb aus seinen Test-Listen entfernt.
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