Facebook: Autoplay frisst Datenvolumen und Nutzer beschweren sich
Die vor einiger Zeit eingeführte Auto-Play-Funktion für Videos im Social Network Facebook sorgt zunehmend für Beschwerden von Nutzern. Das Feature soll bei einigen sogar dafür verantwortlich sein, dass die monatlichen Telefonrechnungen höher ausfielen als nötig.
Facebook hatte die Funktion Ende letzten Jahres eingeführt - sowohl auf dem Desktop als auch über ein Update in seinen Mobile-Apps. Videos, die in der Timeline des Nutzers auftauchen, beginnen seitdem automatisch zu spielen, lediglich der Ton bleibt erst einmal aus. Das Antippen des Clips sorgt dann dafür, dass er mit Ton und im Vollbild dargestellt wird.
Standardmäßig ist das Autoplay auf Smartphones auch dann aktiv, wenn das Gerät über eine Mobilfunk-Verbindung Daten empfängt. Der vergleichsweise hohe Traffic, den Videos verursachen, sorgt so vor allem bei Anwendern, die viel auf Facebook unterwegs sind, dafür, dass das verfügbare Datenvolumen schneller aufgebraucht wird. In bestimmten Mobilfunk-Tarifen kann es auch dazu führen, dass auf diesem Weg zusätzliche Kosten verursacht werden. Das Feature lässt sich zwar abstellen, doch die entsprechende Option ist nicht überall auf den ersten Blick zu finden. Unter iOS erreicht man sie beispielsweise nicht über die App selbst, sondern muss sich durch die Systemeinstellungen hangeln.
Laut einem Bericht der US-Verbraucherschutzseite MoneySavingExpert spitzte sich die Situation in den letzten Wochen zu. Denn die Ice Bucket Challenge sorgte für ein deutlich erhöhtes Video-Aufkommen. Die als Spendenkampagne gestartete Aktion führte seit Ende Juli zu rund 2,4 Millionen zusätzlichen Video-Uploads bei Facebook. Aber schon zuvor gab es Beschwerden von Nutzern, dass das Video-Autoplay zu einem deutlich gesteigerten Datenverkehr über das Mobilfunknetz führt.
Update: Facebook hat inzwischen zu der Sache Stellung genommen. Ein Sprecher erklärte, dass die Videos nur sehr wenig Daten-Traffic verursachen, wenn der Nutzer schnell weiterscrollt. Nur wenn die Anwender an der jeweiligen Stelle anhalten, würden mehr Daten heruntergeladen.
Standardmäßig ist das Autoplay auf Smartphones auch dann aktiv, wenn das Gerät über eine Mobilfunk-Verbindung Daten empfängt. Der vergleichsweise hohe Traffic, den Videos verursachen, sorgt so vor allem bei Anwendern, die viel auf Facebook unterwegs sind, dafür, dass das verfügbare Datenvolumen schneller aufgebraucht wird. In bestimmten Mobilfunk-Tarifen kann es auch dazu führen, dass auf diesem Weg zusätzliche Kosten verursacht werden. Das Feature lässt sich zwar abstellen, doch die entsprechende Option ist nicht überall auf den ersten Blick zu finden. Unter iOS erreicht man sie beispielsweise nicht über die App selbst, sondern muss sich durch die Systemeinstellungen hangeln.
Laut einem Bericht der US-Verbraucherschutzseite MoneySavingExpert spitzte sich die Situation in den letzten Wochen zu. Denn die Ice Bucket Challenge sorgte für ein deutlich erhöhtes Video-Aufkommen. Die als Spendenkampagne gestartete Aktion führte seit Ende Juli zu rund 2,4 Millionen zusätzlichen Video-Uploads bei Facebook. Aber schon zuvor gab es Beschwerden von Nutzern, dass das Video-Autoplay zu einem deutlich gesteigerten Datenverkehr über das Mobilfunknetz führt.
Auch Instagram lädt und lädt
Aber nicht Facebooks Social Network allein ist bei vielen Anwendern für den erhöhten Traffic verantwortlich. Auch die Unternehmens-Tochter Instagram sorgt bei Videos für ein höheres Aufkommen. Diese werden von der App auch dann vorgeladen, wenn der Nutzer noch nicht durch einen Klick bekundet hat, sie auch wirklich ansehen zu wollen.Update: Facebook hat inzwischen zu der Sache Stellung genommen. Ein Sprecher erklärte, dass die Videos nur sehr wenig Daten-Traffic verursachen, wenn der Nutzer schnell weiterscrollt. Nur wenn die Anwender an der jeweiligen Stelle anhalten, würden mehr Daten heruntergeladen.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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