Teure E-Books: Amazon erklärt, warum man sich mit Verlagen anlegt
Seit Monaten und sogar Jahren kämpft der Online-Händler Amazon mit klassischen Buch-Verlagen. In den USA eskalierte der Streit zuletzt, da das Versandhaus das Angebot des Verlagsriesen Hachette praktisch aus dem Programm geworfen hat. Nun hat Amazon seinen Standpunkt genauer erläutert.
Amazon hat eigenen Angaben nach vor allem ein Ziel: E-Books sollen und müssen billiger werden. Der Online-Händler beklagt, dass es heute immer noch viele digitale Bücher gibt, die 15 oder sogar 20 Dollar kosteten: Das sei - mit einigen angemessenen Ausnahmen - "ungerechtfertigt hoch für ein E-Book", so Amazon. Grund: "Bei einem E-Book gibt es keinen Druck, keine zu hohe Auflage, keine Notwendigkeit für Verkaufsvoraussagen, keine Rückgaben, keine verlorenen Verkäufe durch fehlenden Bestand, keine Lager- und Transportkosten und es gibt auch keinen Sekundärmarkt (für gebrauchte Bücher)", so Amazon.
Am Amazon-Anteil ändert sich nichts, der Versandhändler bekommt eigenen Angaben nach die Branchen-übliche und von Hachette "im Jahr 2010 aufgezwungene" 30-Prozent-Beteiligung.
Man stellt außerdem fest, dass zu bedenken sei, dass Bücher im gesamten Internet sowie auf Amazon mit vielen anderen Unterhaltungsangeboten wie Filmen und Spielen konkurrieren, Bücher müssten deshalb preislich konkurrenzfähig bleiben, um eine "gesunde Lese-Kultur" zu fördern.
Hachette bzw. andere Verlage haben sich dazu bisher nicht geäußert, der Standpunkt der Industrie ist es aber wohl zu einem großen Teil, dass zu günstige E-Books den lukrativeren Print-Markt untergraben. Ein direkter Vergleich mit dem deutschsprachigen Raum ist zudem schwierig, da die Buchverlage hier teils zusätzliche Kosten haben (etwa Übersetzungen) und auch die Buchpreisbindung beachten müssen.
Siehe auch: Schulbücher - Amazon darf Eltern keine Preisnachlässe anbieten
Krieg der Welten
Es ist so etwas wie ein Kampf zwischen alter und neuer Welt: Auf der einen Seite stehen die klassischen Verlagshäuser, die sich vielfach nach wie vor auf Papier konzentrieren, auf der anderen ist Amazon, das zweifellos ein Wegbereiter des E-Book-Marktes ist. Amazon wird in dieser Diskussion immer wieder, auch von zahlreichen Autoren, als geldgieriger Bösewicht dargestellt, was das Unternehmen aber in einem Blog-Beitrag nun von sich weist (via The Verge).Amazon hat eigenen Angaben nach vor allem ein Ziel: E-Books sollen und müssen billiger werden. Der Online-Händler beklagt, dass es heute immer noch viele digitale Bücher gibt, die 15 oder sogar 20 Dollar kosteten: Das sei - mit einigen angemessenen Ausnahmen - "ungerechtfertigt hoch für ein E-Book", so Amazon. Grund: "Bei einem E-Book gibt es keinen Druck, keine zu hohe Auflage, keine Notwendigkeit für Verkaufsvoraussagen, keine Rückgaben, keine verlorenen Verkäufe durch fehlenden Bestand, keine Lager- und Transportkosten und es gibt auch keinen Sekundärmarkt (für gebrauchte Bücher)", so Amazon.
Billigere Bücher verkaufen sich unter dem Strich besser
Amazon weiter: "Es ist dabei aber auch wichtig zu wissen, dass E-Books sehr preiselastisch sind: Das bedeutet, dass wenn der Preis steigt, die Kunden auch weniger kaufen." Man rechnet vor, dass man für jedes 14,99-Dollar-E-Book 1,74 Mal so viele für 9,99 Dollar verkaufe. Daraus ergibt sich, dass man bei 100.000 verkauften Büchern mit dem günstigeren Preis 1,74 Millionen Dollar umsetzt und beim höheren Preismodell rund 1,5 Millionen.Am Amazon-Anteil ändert sich nichts, der Versandhändler bekommt eigenen Angaben nach die Branchen-übliche und von Hachette "im Jahr 2010 aufgezwungene" 30-Prozent-Beteiligung.
Man stellt außerdem fest, dass zu bedenken sei, dass Bücher im gesamten Internet sowie auf Amazon mit vielen anderen Unterhaltungsangeboten wie Filmen und Spielen konkurrieren, Bücher müssten deshalb preislich konkurrenzfähig bleiben, um eine "gesunde Lese-Kultur" zu fördern.
Hachette bzw. andere Verlage haben sich dazu bisher nicht geäußert, der Standpunkt der Industrie ist es aber wohl zu einem großen Teil, dass zu günstige E-Books den lukrativeren Print-Markt untergraben. Ein direkter Vergleich mit dem deutschsprachigen Raum ist zudem schwierig, da die Buchverlage hier teils zusätzliche Kosten haben (etwa Übersetzungen) und auch die Buchpreisbindung beachten müssen.
Siehe auch: Schulbücher - Amazon darf Eltern keine Preisnachlässe anbieten
Thema:
Witold PryjdaSenior Redakteur
Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.
Amazons Aktienkurs in Euro
Videos zum Thema Amazon
- Star Wars: Galactic Racer startet - Kampagne gratis auf Amazon Luna
- Carrie: Prime Video zeigt den Trailer zur modernen Serienadaption
- ClonerAlliance UHD Halo: Box für leichte Bildschirm-Aufnahmen im Test
- Neagley: Neuer Trailer zum Reacher-Spin-off veröffentlicht
- Neagley: Prime Video zeigt den Teaser-Trailer zum Reacher-Ableger
Beiträge aus dem Forum
Interessante Links
Neue Nachrichten
- Varta-Rettung: Batterien bleiben, Neustart mit Millionen-Kapital
- PC-Lieferzahlen brechen im dritten Quartal um 20 Prozent ein
- Der nächste Schlag: Volkswagen muss 1,2 Millionen Euro Strafe zahlen
- Google Pixel 11 mit 50 GB: Im Bundle günstiger als Smartphone allein
- Outlook soll Tippfehler vor dem Versand bald automatisch abfangen
- Windows 11-Bypass: Microsoft schließt einen Ausweg aus Kontopflicht
- Readly (fast) geschenkt: Jetzt zwei Monate lesen, nur 1 Euro bezahlen
Videos
Beliebte Downloads
Beliebte Nachrichten
Meist kommentierte Nachrichten
Forum
-
Version: KillerPDF v1.8.80 ist freigegeben
d-hubs - Heute 09:09 Uhr -
"MSBuild.exe "Hard error" - Anzeige nach Win11-Start
Kuberg - Heute 05:26 Uhr -
immich-News; Immich Insights ist da
d-hubs - Gestern 00:21 Uhr -
WordPress 7.1.3 :: Sicherheits- und Wartungsupdate -
d-hubs - Vorgestern 01:10 Uhr -
Neu: Google Drive und Google Docs können
d-hubs - 06.10. 17:16 Uhr
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen?
Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links,
um WinFuture zu unterstützen:
Vielen Dank!
Alle Kommentare zu dieser News anzeigen