Satya Nadella gibt die neue Marschroute von Microsoft bekannt
Knapp sechs Monate nach seinem Amtsantritt hat Microsoft-CEO Satya Nadella ein ausführliches Grundsatzpapier an die Mitarbeiter des Konzerns verschickt. Darin erklärt er, wie er sich die Zukunft des Unternehmens vorstellt und schafft auch den von Steve Ballmer vorgegebenen Fokus auf "Geräte und Dienste" quasi ab.
Sein Schreiben trägt den Titel "Kühne Ambition & Unser Kern" ("Bold Ambition & Our Core"). Was den "Kern" von Microsoft betrifft, so schärft Nadella nun weiter sein Profil und widerspricht (vorsichtig) seinem Vorgänger Steve Ballmer: Er schreibt, dass Ballmers Microsoft-Eigendefinition als "Geräte und Dienste"-Konzern zwar "hilfreich" gewesen sei, um den Wandel einzuleiten, Microsoft benötige nun aber eine "eigene einzigartige Strategie."
"Geräte" verschwinden zwar aus dem Firmen-Motto, aber nicht aus dem Angebot des Konzerns: Nadella will an Xbox, Surface und Windows Phone festhalten. Microsoft-eigene Hardware schaffe auch neue Märkte für den Konzern, so habe es beispielsweise das Surface Pro 3 geschafft, dem gesamten Windows-Ökosystem zu helfen. Man will sich also auch künftig in neue Hardware-Bereiche vorwagen (Wearbles?). Kurzum: Die von einigen Anlegern geforderten Sparten-Verkäufe, allen voran der Xbox-Abteilung, wird es vorerst nicht geben.
Welche konkreten personellen Folgen das haben wird, wird man wohl erst frühestens am 22. Juli erfahren. Zuletzt hat es Berichte gegeben, wonach Microsoft einen signifikanten, aber durch die Nokia-Übernahme notwendigen Stellenabbau plant, dazu äußerte sich Nadella jedoch nicht.
"Ambition und Kern"
Anlass für das Schreiben, das per E-Mail an alle Mitarbeiter des Redmonder Konzerns ging, aber auch frei auf der Microsoft-Seite eingesehen werden kann, ist der Beginn des (Microsoft-internen) Geschäftsjahres. Am 22. Juli werden die aktuellen Quartalszahlen und das Gesamtjahresergebnis bekannt gegeben, das Fiskaljahr 2015 hat bereits Anfang des Monats begonnen.Sein Schreiben trägt den Titel "Kühne Ambition & Unser Kern" ("Bold Ambition & Our Core"). Was den "Kern" von Microsoft betrifft, so schärft Nadella nun weiter sein Profil und widerspricht (vorsichtig) seinem Vorgänger Steve Ballmer: Er schreibt, dass Ballmers Microsoft-Eigendefinition als "Geräte und Dienste"-Konzern zwar "hilfreich" gewesen sei, um den Wandel einzuleiten, Microsoft benötige nun aber eine "eigene einzigartige Strategie."
Mobile und Cloud
Satya Nadellas Fokus hat sich bereits in den vergangenen Wochen und Monaten recht klar abgezeichnet: Er will ein Microsoft, das sich auf das Mobil- und Cloud-Geschäft konzentriert. Dabei will er "Produktivität neu erfinden und es Privatpersonen und Unternehmen ermöglichen, mehr zu machen und zu leisten.""Geräte" verschwinden zwar aus dem Firmen-Motto, aber nicht aus dem Angebot des Konzerns: Nadella will an Xbox, Surface und Windows Phone festhalten. Microsoft-eigene Hardware schaffe auch neue Märkte für den Konzern, so habe es beispielsweise das Surface Pro 3 geschafft, dem gesamten Windows-Ökosystem zu helfen. Man will sich also auch künftig in neue Hardware-Bereiche vorwagen (Wearbles?). Kurzum: Die von einigen Anlegern geforderten Sparten-Verkäufe, allen voran der Xbox-Abteilung, wird es vorerst nicht geben.
Windows und universelle Apps
Die neue "Mobile und Cloud"-Strategie bedeutet allerdings nicht das Ende von Windows, im Gegenteil: Das Betriebssystem soll das "reichhaltigste und konsistenteste Nutzererlebnis für Arbeit und Alltag" abliefern und das auf Bildschirmen jeder erdenklichen Größe - darunter Smartphones, Tablets, Laptops und Fernseher. Ein wichtiger Fokus dabei sind auch universelle Apps, die auf allen Geräten laufen.Microsoft soll straffer und schneller werden
Die jeweiligen Microsoft-Teams will Nadella teils neu formen, teils ihnen neue Ziele setzen: Mitarbeiter und die Entwicklungsarbeit sollen künftig "Kunden-besessen, Daten-getrieben, Geschwindigkeits-orientiert und Qualitäts-fokussiert sein." Entwicklung und Entscheidungsfindung sollen zudem künftig straffer organisiert sein, um schneller reagieren, aber vor allem agieren zu können.Welche konkreten personellen Folgen das haben wird, wird man wohl erst frühestens am 22. Juli erfahren. Zuletzt hat es Berichte gegeben, wonach Microsoft einen signifikanten, aber durch die Nokia-Übernahme notwendigen Stellenabbau plant, dazu äußerte sich Nadella jedoch nicht.
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