Verbraucherschützer gehen mit E-Book-Anbietern ins Gericht
Die Anbieter von E-Books weisen hinsichtlich der Verbraucherfreundlichkeit noch so einige Mängel auf. So werden die Kunden insbesondere hinsichtlich der Einschränkungen bei der Nutzung des digitalen Buches oft nur ungenügend informiert.
Das ist das Ergebnis einer Überprüfung von 17 E-Book-Verkaufsplattformen durch die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz. Diese kam zu dem Ergebnis, dass Informationen zur erforderlichen Software, zu Dateiformaten und Dateigröße, Kopierschutz, Nutzungs- und Widerrufsrechten sowie verwendbaren Lesegeräten oft nur mühsam aufzuspüren oder schwer verständlich sind.
In den meisten Fällen kommt hinzu, dass Formate verwendet werden, in die ein DRM-System integriert ist. Je nach verwendetem Kopierschutz werden dabei die Nutzungsmöglichkeiten in unterschiedlichem Maße eingeschränkt. Bei einem harten Kopierschutz, wie ihn zum Beispiel Amazon und Apple verwenden, wird das E-Book verschlüsselt. In der Praxis darf nur der Kunde das gekaufte Werk lesen.
Moderater ist der Einsatz eines weichen Kopierschutzes mit dem ein E-Book unter Umständen kopierbar ist. Gängig ist hier zum Beispiel der Gebrauch eines so genannten digitalen Wasserzeichens. Bei dieser Variante werden Kundeninformationen unsichtbar im eBook eingebettet. Damit ist das Buch personalisiert und kann so beispielsweise bei missbräuchlicher Verwendung in Tauschbörsen im Internet aufgespürt und der Ersterwerber ermittelt werden. Der Nutzer hat hier aber die Möglichkeit, Privatkopien anzufertigen.
Verborgen verboten
"Vielen Kunden ist nicht bewusst, dass sie beim Kauf eines E-Books nur das Nutzungsrecht für den persönlichen Gebrauch erwerben und nicht das Eigentum", weiß Martina Trotz von der Verbraucherzentrale. Eine Weitergabe an Familienmitglieder oder Freunde sei nicht erlaubt - zumindest wenn man dabei sein eigenes Lesegerät nicht gleich mit ausborgen will. Auf diesen wichtigen Punkt wurde aber in keiner Produktinformation hingewiesen, sondern nur in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) oder in den Nutzungsbedingungen.In den meisten Fällen kommt hinzu, dass Formate verwendet werden, in die ein DRM-System integriert ist. Je nach verwendetem Kopierschutz werden dabei die Nutzungsmöglichkeiten in unterschiedlichem Maße eingeschränkt. Bei einem harten Kopierschutz, wie ihn zum Beispiel Amazon und Apple verwenden, wird das E-Book verschlüsselt. In der Praxis darf nur der Kunde das gekaufte Werk lesen.
Moderater ist der Einsatz eines weichen Kopierschutzes mit dem ein E-Book unter Umständen kopierbar ist. Gängig ist hier zum Beispiel der Gebrauch eines so genannten digitalen Wasserzeichens. Bei dieser Variante werden Kundeninformationen unsichtbar im eBook eingebettet. Damit ist das Buch personalisiert und kann so beispielsweise bei missbräuchlicher Verwendung in Tauschbörsen im Internet aufgespürt und der Ersterwerber ermittelt werden. Der Nutzer hat hier aber die Möglichkeit, Privatkopien anzufertigen.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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