Umweltschutz & faire Arbeit bei Elektronikfirmen oft nur Geschwätz
Entgegen der landläufigen Meinung schneidet der Computer-Konzern Apple gar nicht so schlecht ab, wenn es um Maßnahmen zum Klimaschutz, Umweltschutz und faire Arbeitsbedingungen in der Produktion geht. Übertroffen wird das Unternehmen hier nur von einem Nischenprojekt.
Die Initiative "Rank a Brand" hat in Zusammenarbeit mit der Umweltschutz-Organisation "Friends of the Earth" 20 Elektronik-Hersteller hinsichtlich der genannten Kriterien untersucht. Lediglich das niederländische Fairphone-Projekt, das bei der Produktion seines Smartphones möglichst wenig ausbeuterisch vorgehen will, erhielt dabei letztlich das Prädikat "empfehlenswert".
Das Problem dabei: Das Produkt selbst, das von Fairphone per Crowdfunding finanziert wurde, kann nicht mit den Smartphones größerer Hersteller mithalten. Wer sich für ein Gerät von diesen entscheiden und trotzdem auf Nachhaltigkeit und faire Arbeitsbedingungen achten will, hat es schwer. Denn hier schnitten die Anbieter auf breiter Front enttäuschend ab, hieß es. Lediglich Apple und Nokia konnten zumindest in Ansätzen überzeugen.
"Der Weg der Hersteller zu fairen und umweltfreundlichen Abbau‐ und Produktionsbedingungen ist noch sehr weit. Erste Schritte in die richtige Richtung sind zwar gemacht. Mehr als ein Anfang ist das allerdings bei weitem nicht. Die Angaben zur Nachhaltigkeitsleistung sind zudem überwiegend nicht mehr als schön verpackte Worthülsen", erklärte Mario Dziamski, Gründer von Rank a Brand.
Das Problem dabei: Das Produkt selbst, das von Fairphone per Crowdfunding finanziert wurde, kann nicht mit den Smartphones größerer Hersteller mithalten. Wer sich für ein Gerät von diesen entscheiden und trotzdem auf Nachhaltigkeit und faire Arbeitsbedingungen achten will, hat es schwer. Denn hier schnitten die Anbieter auf breiter Front enttäuschend ab, hieß es. Lediglich Apple und Nokia konnten zumindest in Ansätzen überzeugen.
"Der Weg der Hersteller zu fairen und umweltfreundlichen Abbau‐ und Produktionsbedingungen ist noch sehr weit. Erste Schritte in die richtige Richtung sind zwar gemacht. Mehr als ein Anfang ist das allerdings bei weitem nicht. Die Angaben zur Nachhaltigkeitsleistung sind zudem überwiegend nicht mehr als schön verpackte Worthülsen", erklärte Mario Dziamski, Gründer von Rank a Brand.
Greenwashing statt Veränderung
Alle untersuchten Hersteller berichten über Nachhaltigkeit, jedoch sind 75 Prozent von ihnen auf dem so genannten Greenwashing-Alert gelistet - die angeblichen Bekenntnisse zur Nachhaltigkeit sind also nichts anderes als Marketing. Zu lediglich 21 Prozent lieferte die Nachhaltigkeitsberichterstattung der untersuchten Hersteller positiv bewertbare Angaben bezüglich der Bewertungskriterien zum Klima‐ und Umweltschutz sowie den Arbeitsbedingungen in der Produktion, hieß es. Bei Herstellern wie HTC, Microsoft oder Nintendo liege der Verdacht nahe, dass Nachhaltigkeit nicht substantiell, sondern vorrangig kommunikativ angegangen wird.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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