Verfassungsschutz zählt Attacken auf Firmen im 3-Minuten-Takt
Angriffe auf Unternehmen in Deutschland werden inzwischen in einer Taktung von drei Minuten registriert. Wirtschaftsspionage nimmt dabei einen großen Raum ein und richtet einen volkswirtschaftlichen Schaden im zweistelligen Milliarden-Bereich an.
Das ist zumindest das Szenario, das vom Präsidenten des nordrhein-westfälischen Landesamtes für Verfassungsschutz (LfV), Burkhard Freier, in einem Interview in der heutigen Ausgabe des Nachrichtenmagazins Focus gezeichnet wird. Laut diesem seien allein im bevölkerungsreichsten Bundesland "370.000 Unternehmen bereits attackiert" worden, so der Chef der Behörde, die unter anderem auch für die Abwehr solcher Angriffe zuständig ist.
Als Verursacher benennt Freier die üblichen Verdächtigen: Zu über 50 Prozent erfolgten "diese Attacken aus China und Russland. In China oder Russland übernehmen die Nachrichtendienste den Hauptanteil der Wirtschaftsspionage." In Russland sei es gesetzlich festgeschrieben, dass die eigene Wirtschaft durch die Geheimdienste gefördert werden müsse, so der Geheimdienst-Chef. Zum Aufgabengebiet gehört dies allerdings im Grunde bei allen entsprechenden Organisationen.
"Das politische Ziel ist das Stehlen von Knowhow, nicht mehr von Produkten. Hauptsächlich werden Forschungs- und Entwicklungsergebnisse, Lieferanten- und Kundendaten sowie Unternehmensstrategien abgeschöpft", führte Freier aus. Er bezifferte den dadurch entstehenden Schaden bundesweit auf rund 50 Milliarden Euro jährlich. "In NRW sind es rund zehn Milliarden Euro, einfach weil wir viele Großunternehmen hier haben."
In Deutschland seien in erster Linie Rüstung, Satellitentechnik und Umwelttechnik betroffen. Aber auch große nordrhein-westfälische Energie-Unternehmen wie RWE und EON, so Freier. "Diese Konzerne können sich allerdings besser gegen die Schrotflinten wehren, also die Massenangriffe aus dem Internet, die täglich hunderttausendfach erfolgen. Doch auch für sie ist es nicht einfach, sich gegen die spezifizierten Angriffe der ausländischen Nachrichtendienste zur Wehr zu setzen."
Als Verursacher benennt Freier die üblichen Verdächtigen: Zu über 50 Prozent erfolgten "diese Attacken aus China und Russland. In China oder Russland übernehmen die Nachrichtendienste den Hauptanteil der Wirtschaftsspionage." In Russland sei es gesetzlich festgeschrieben, dass die eigene Wirtschaft durch die Geheimdienste gefördert werden müsse, so der Geheimdienst-Chef. Zum Aufgabengebiet gehört dies allerdings im Grunde bei allen entsprechenden Organisationen.
"Das politische Ziel ist das Stehlen von Knowhow, nicht mehr von Produkten. Hauptsächlich werden Forschungs- und Entwicklungsergebnisse, Lieferanten- und Kundendaten sowie Unternehmensstrategien abgeschöpft", führte Freier aus. Er bezifferte den dadurch entstehenden Schaden bundesweit auf rund 50 Milliarden Euro jährlich. "In NRW sind es rund zehn Milliarden Euro, einfach weil wir viele Großunternehmen hier haben."
In Deutschland seien in erster Linie Rüstung, Satellitentechnik und Umwelttechnik betroffen. Aber auch große nordrhein-westfälische Energie-Unternehmen wie RWE und EON, so Freier. "Diese Konzerne können sich allerdings besser gegen die Schrotflinten wehren, also die Massenangriffe aus dem Internet, die täglich hunderttausendfach erfolgen. Doch auch für sie ist es nicht einfach, sich gegen die spezifizierten Angriffe der ausländischen Nachrichtendienste zur Wehr zu setzen."
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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