Virtuelle Währungen geraten unter Terror-Verdacht

Die digitalen Währungen, allen voran natürlich Bitcoin, geraten jetzt auch stärker ins Visier der Spezialabteilungen für Terrorismus-Abwehr des US-Militärs, berichtet das US-Magazin IBTimes. Das zuständige Combating Terrorism Technical Support Office (CTTSO) hat seine Liste von Technologien aktualisiert, bei denen genauer untersucht werden soll, inwieweit sie dem Terrorismus vermeintlich hilfreich zur Seite stehen. Bitcoin und Co. sind nun auf dieser gelandet, weil sie potenziell zur verdeckten Finanzierung von Aktivitäten eingesetzt werden könnten, die unter den Terrorimus-Begriff des US-Militärs fallen.

Das größte Problem sieht man im US-Verteidigungsministerium dabei in der Kombination aus der Anonymität, die beispielsweise Bitcoin bietet, und der Geschwindigkeit, mit der hier weltweit Transaktionen durchgeführt werden können. Hinsichtlich der möglichen Anonymität kommt an die digitalen Währungen im Grunde nur das klassische Bargeld heran. Während dieses aber transportiert werden muss, können etwa Bitcoins ohne Zeitverlust in beliebiger Menge über das Internet transferiert werden.

Damit bieten diese Währungen letztlich die Möglichkeit, sich dem engmaschigen Überwachungsnetz der US-Behörden zu entziehen. Die herkömmlichen Finanztransaktionen stehen hingegen unter Aufsicht. So werden von den US-Behörden beispielsweise auch sämtliche grenzüberschreitende Überweisungen in Europa erfasst.

Zuvor waren es eher andere staatliche Einrichtungen, die Bitcoin und Co. beobachteten - vor allem die Währungs-Hüter wie Zentralbanken sowie Polizeieinheiten, wenn die Technologien für Schwarzmarktgeschäfte eingesetzt wurden. Das US-Finanzministerium hatte sogar schon einmal überprüft, ob Bitcoin bei vermeintlichen Terrororganisationen eine Rolle spielt, kam hier aber nicht zu einem positiven Ergebnis. Da sich dies aber ändern könnte, nimmt sich nun das CTTSO der Sache an.
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