Microsoft-Deal: Nokia will endlich Ruhe in Indien
Der finnische Mobilfunkkonzern Nokia will zahlreiche Beschäftigte seines Werkes im indischen Chennai in den Vorruhestand schicken und ist offenbar bereit, dafür eine ordentliche Geldsumme in die Hand zu nehmen.
Hintergrund dessen ist die geplante Übergabe des Betriebes an den Software-Konzern Microsoft. So ist es in den Verträgen ausgemacht, mit denen der Verkauf der Handy-Produktion an die Redmonder geregelt wurde. Bis zum 30. April soll die Fabrik demnach überschrieben werden. Allerdings sieht es derzeit nicht danach aus, dass der Prozess wie geplant vonstatten gehen kann.
Trotzdem sieht man sich bei Nokia laut eines Berichtes der Times of India inzwischen dazu genötigt, zu reagieren. Pauschal wurde nun angeboten, dass es eine Art Vorruhestandsregelung für alle geben soll, die ihren Arbeitsplatz freiwillig hergeben. Das heißt: Gegen eine hohe Abfindung soll den Beschäftigten die Stelle quasi abgekauft werden, um zu verhindern, dass letztlich Entlassungen die Unruhe weiter steigern und es vielleicht noch zu heftigen Protestaktionen und Streiks kommt.
Unklar ist derzeit, wie viele Mitarbeiter das Unternehmen auf diesem Weg tatsächlich loswerden will. Seitens Nokias hieß es allerdings, dass jeder Beschäftigten, der das Angebot annehmen will, berücksichtigt werden soll. Die Entscheidung müsste aber wohl recht kurzfristig fallen, wenn die Konzernführung den Termin zum Monatsende noch wie gewünscht einhalten will.
Dem Management wäre sehr daran gelegen, zumindest auf dieser Seite voranzukommen. Denn parallel schießt auch noch die indische Regierung gegen den Deal mit Microsoft. Diese fordert, dass Nokia rund 570 Millionen Dollar in einen Treuhand-Fonds einzahlt - als Sicherheit in einem Streit um noch ausstehende Steuerzahlungen.
Unruhe in der Belegschaft
Denn in der Belegschaft war schnell klar, dass der Verkauf an Microsoft sich nicht gerade positiv auf die Arbeitsplatz-Situation auswirken werde. Nach verschiedenen Protesten, in denen Zusagen zur Sicherung der rund 6.000 Jobs gefordert wurden, traten vor zwei Wochen sogar etwa 2.000 Mitarbeiter in einen Hungerstreik, der allerdings nur kurz dauerte.Trotzdem sieht man sich bei Nokia laut eines Berichtes der Times of India inzwischen dazu genötigt, zu reagieren. Pauschal wurde nun angeboten, dass es eine Art Vorruhestandsregelung für alle geben soll, die ihren Arbeitsplatz freiwillig hergeben. Das heißt: Gegen eine hohe Abfindung soll den Beschäftigten die Stelle quasi abgekauft werden, um zu verhindern, dass letztlich Entlassungen die Unruhe weiter steigern und es vielleicht noch zu heftigen Protestaktionen und Streiks kommt.
Unklar ist derzeit, wie viele Mitarbeiter das Unternehmen auf diesem Weg tatsächlich loswerden will. Seitens Nokias hieß es allerdings, dass jeder Beschäftigten, der das Angebot annehmen will, berücksichtigt werden soll. Die Entscheidung müsste aber wohl recht kurzfristig fallen, wenn die Konzernführung den Termin zum Monatsende noch wie gewünscht einhalten will.
Dem Management wäre sehr daran gelegen, zumindest auf dieser Seite voranzukommen. Denn parallel schießt auch noch die indische Regierung gegen den Deal mit Microsoft. Diese fordert, dass Nokia rund 570 Millionen Dollar in einen Treuhand-Fonds einzahlt - als Sicherheit in einem Streit um noch ausstehende Steuerzahlungen.
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