Nokia: China gibt grünes Licht für Microsoft-Deal

Der finnische Handyhersteller Nokia hat von den chinesischen Behörden die Freigabe für den Verkauf seiner Gerätesparte an den Softwarekonzern Microsoft erhalten. Damit fällt nun eine weitere Hürde für den bald erwarteten Abschluss der Übernahme.
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Nokia teilte mit, dass die chinesischen Wettbewerbsbehörden keine Hindernisse mehr sehen, die gegen einen Verkauf des Handygeschäfts an Microsoft sprechen würden. Damit habe man nun nach der Zustimmung der EU und des US-Justizministeriums und diversen anderen Behörden auch von der chinesischen Regierung grünes Licht bekommen.

Das Unternehmen geht nach eigenen Angaben weiterhin davon aus, dass das Übernahmegeschäft noch im April erfolgreich abgeschlossen werden kann. Die Aktie von Nokia reagierte auf die Nachricht von der Zustimmung aus China mit einem leichten Anstieg.

Patentlizenzen bald teurer?

Bevor die chinesischen Wettbewerbshüter ihr "OK" gaben, bestanden auf Seiten von Konkurrenten wie Google und Samsung Bedenken, dass Nokia nach einer Übernahme möglicherweise die Lizenzgebühren für die Nutzung seiner patentierten Mobilfunktechnologien für die Drittfirmen erhöhen könnte, während Microsoft sie günstig nutzen kann.

Offenbar sahen die Chinesen keine begründeten Anzeichen für entsprechende Pläne der Finnen. Wie Nokia verlauten ließ, hat bisher keine Behörde Zweifel an der aktuellen Form von Nokias Umgang mit den für diverse Mobilfunkstandards essentiellen Patenten geäußert.

Microsoft und Nokia müssen nun vor allem in Indien weiter auf die Zustimmung der Behörden warten. Dort protestieren seit geraumer Zeit die Mitarbeiter eines Nokia-Werks, weil sie im Zuge der Übernahme durch Microsoft den Verlust ihrer Arbeitsplätze befürchten. Außerdem gibt es Vorwürfe, dass Nokia die in Indien fälligen Abgaben umgangen und so große Summe gegenüber dem dortigen Fiskus unterschlagen hat.

Microsoft hatte die Übernahme von Nokias Gerätesparte am 3. September 2013 bekannt gegeben. Das Unternehmen zahlt insgesamt 5,4 Milliarden Euro, wobei auch eine Lizenzierung von Nokia-Patenten vorgesehen ist. Den Löwenanteil der Mobilfunkpatente behält Nokia jedoch ebenso wie die Kartendienste der HERE-Sparte.
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