Sucht-Forschung: App entlarvt Smartphone-Junkies
Smartphones sind schon lange ein wichtiger Teil des Alltags vieler Menschen geworden. Manche übertreiben es bei der Nutzung aber etwas. Forscher wollen jetzt mit einer App herausfinden, wann aktive User zu Handy-Junkies werden.
Sucht-Warn-System für Smartphones
Der Forschung helfen und dabei das eigene Nutzerverhalten analysieren: Mit dieser Idee will die Uni Bonn jetzt Smartphone-Nutzer dazu bewegen, die neue Android-App Menthal zu installieren. Die Anwendung wurde von Psychologen und Informatikern entwickelt und soll Handy-Nutzer ganz genau auf die Finger schauen.
Menthal: Wer behält bei der Smartphone-Nutzung die Balance?
Wohl kaum ein User kann zwischen Anrufen, Mails, Messenger-Nachrichten und anderen App-Aktivitäten genau sagen, wie viel Zeit er täglich mit dem Smartphone verbringt. Bisherige Untersuchungen vertrauen aber trotzdem oft auf die Selbsteinschätzung der Nutzer, um zu ermitteln, wie lange wir im Alltag vor den mobilen Bildschirmen hängen.
Die Menthal-App der Uni Bonn soll es den Forschern jetzt das erste Mal ermöglichen, sozusagen direkt "Vorort" umfassende Aufzeichnungen zu machen. Die gewonnenen Daten fließen dann in ein großes Forschungsprojekt mit ein, das ein realistisches Bild von unserem tatsächlichen Handygebrauch zeichnen soll.
Neben dem selbstlosen Beitrag zur Forschung soll die App laut den Entwicklern aber natürlich auch für den Anwender einen direkten Nutzen haben: "Wenn Sie eine digitale Diät machen wollen, dann stellen wir Ihnen dazu die Waage zur Verfügung".
Nicht ohne viele Rechte
Bevor man sich an dem Forschungsprojekt beteiligt, muss eines betont werden: Um genügend Daten zu erhalten, benötigt die App der Uni Bonn umfassende Rechte. So muss die Anwendung unter anderem als Bedienhilfe zugelassen werden und kann so theoretisch auch die Eingabe von Passwörtern aufzeichnen.
Natürlich versprechen die Forscher einen sorgsamen Umgang mit den persönlichen Daten. Die Info-Pakete werden in einem anonymisierten Verfahren an die Server der Universität übermittelt. Dabei sollen Passwörter, E-Mails und Anrufe nicht gespeichert werden. Wer bei Datenschutzfragen lieber auf Nummer sicher geht, sollte sich die Installation der App aber trotzdem gut überlegen.
Menthal setzt Android 4.0 voraus und kann ab sofort kostenlos im Play-Store heruntergeladen werden. Bei der Anmeldung auf der Webseite des Forschungsprojekts kann es aktuell aber zu Wartezeiten kommen. Der Grund: Die Idee der Anti-Handy-Junkie-App kommt offenbar so gut an, dass das fünfköpfige Entwicklerteam die Nachfrage aktuell nicht mehr bewältigen kann.
Der Forschung helfen und dabei das eigene Nutzerverhalten analysieren: Mit dieser Idee will die Uni Bonn jetzt Smartphone-Nutzer dazu bewegen, die neue Android-App Menthal zu installieren. Die Anwendung wurde von Psychologen und Informatikern entwickelt und soll Handy-Nutzer ganz genau auf die Finger schauen.
Menthal: Wer behält bei der Smartphone-Nutzung die Balance?
Wohl kaum ein User kann zwischen Anrufen, Mails, Messenger-Nachrichten und anderen App-Aktivitäten genau sagen, wie viel Zeit er täglich mit dem Smartphone verbringt. Bisherige Untersuchungen vertrauen aber trotzdem oft auf die Selbsteinschätzung der Nutzer, um zu ermitteln, wie lange wir im Alltag vor den mobilen Bildschirmen hängen.
Die Menthal-App der Uni Bonn soll es den Forschern jetzt das erste Mal ermöglichen, sozusagen direkt "Vorort" umfassende Aufzeichnungen zu machen. Die gewonnenen Daten fließen dann in ein großes Forschungsprojekt mit ein, das ein realistisches Bild von unserem tatsächlichen Handygebrauch zeichnen soll.
Neben dem selbstlosen Beitrag zur Forschung soll die App laut den Entwicklern aber natürlich auch für den Anwender einen direkten Nutzen haben: "Wenn Sie eine digitale Diät machen wollen, dann stellen wir Ihnen dazu die Waage zur Verfügung".
Nicht ohne viele Rechte
Bevor man sich an dem Forschungsprojekt beteiligt, muss eines betont werden: Um genügend Daten zu erhalten, benötigt die App der Uni Bonn umfassende Rechte. So muss die Anwendung unter anderem als Bedienhilfe zugelassen werden und kann so theoretisch auch die Eingabe von Passwörtern aufzeichnen.
Natürlich versprechen die Forscher einen sorgsamen Umgang mit den persönlichen Daten. Die Info-Pakete werden in einem anonymisierten Verfahren an die Server der Universität übermittelt. Dabei sollen Passwörter, E-Mails und Anrufe nicht gespeichert werden. Wer bei Datenschutzfragen lieber auf Nummer sicher geht, sollte sich die Installation der App aber trotzdem gut überlegen.
Menthal setzt Android 4.0 voraus und kann ab sofort kostenlos im Play-Store heruntergeladen werden. Bei der Anmeldung auf der Webseite des Forschungsprojekts kann es aktuell aber zu Wartezeiten kommen. Der Grund: Die Idee der Anti-Handy-Junkie-App kommt offenbar so gut an, dass das fünfköpfige Entwicklerteam die Nachfrage aktuell nicht mehr bewältigen kann.
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