Facebook analysiert auch, was nicht gepostet wurde
Beim Social Network Facebook wird nicht nur eingehend analysiert, welche Inhalte ein Nutzer bei der Plattform einstellt, sondern auch, welche Beiträge er in letzter Sekunde dann doch nicht abschickt.
Das zeigt ein aktuelles Forschungspapier zweier Facebook-Mitarbeiter. Geschrieben wurde dieses von Sauvik Das, einem Studenten der Carnegie Mellon-Universität, der ein Praktikum bei dem Unternehmen absolvierte, sowie Adam Kramer, einem Daten-Wissenschaftler, der für das Social Network tätig ist. Diese wollen mit ihrer Arbeit herausfinden, in welchen Situationen sich Anwender dafür entscheiden, ein Posting dann doch lieber nicht abzuschicken.
Dafür wurde ein entsprechendes Verhalten von rund 5 Millionen Nutzern ausgewertet. Technisch ist dies kein Problem. In die Webseite muss lediglich Code eingebettet werden, der bereits vor dem Anklicken des Senden-Knopfes die gewünschten Informationen übermittelt. Entsprechende Features gibt es auch bei verschiedenen Web-Mailern oder Blog-Systemen, um Entwürfe automatisch zwischenzuspeichern, falls doch einmal der Browser abstürzt.
Während solche Funktionen hier von den Anwendern begrüßt werden, dürfte dies bei Facebook wohl anders aussehen. Denn auf der Plattform werden in der Regel keine längeren Beiträge verfasst, die unbedingt zwischengespeichert werden müssten - dies geschieht auch gar nicht. Es geht schlicht darum, den Wissensdurst Facebooks hinsichtlich des Verhaltens und der Interessen seiner Nutzer weiter zu stillen und die Optimierung der Werbeauslieferungen voranzutreiben.
Allerdings sollen bei Facebook keine Inhalte ausgespäht werden, die die Nutzer nicht freiwillig durch eine Veröffentlichung bereitstellten. Laut dem Forschungspapier seien hier erst einmal nur Meta-Daten erfasst worden - also beispielsweise in welchem Kontext das Posten abgebrochen wurde oder ob beispielsweise ein Kommentar, ein Link oder eine Veranstaltung geteilt werden sollte.
Das und Kramer gaben in ihrem Papier an, einige Anhaltspunkte gefunden zu haben, in welchen Situationen Nutzer zu dem greifen, was die beiden Forscher als "Selbst-Zensur" bezeichnen. Auf der Grundlage wolle man nun weiterarbeiten, um auch zu verstehen, warum sich Anwender so verhalten. Letztlich sollen die Hürden für die Veröffentlichung auf Facebook noch weiter gesenkt werden, um den Informations-Schatz, der sich hier ansammelt, noch weiter auszubauen.
Dafür wurde ein entsprechendes Verhalten von rund 5 Millionen Nutzern ausgewertet. Technisch ist dies kein Problem. In die Webseite muss lediglich Code eingebettet werden, der bereits vor dem Anklicken des Senden-Knopfes die gewünschten Informationen übermittelt. Entsprechende Features gibt es auch bei verschiedenen Web-Mailern oder Blog-Systemen, um Entwürfe automatisch zwischenzuspeichern, falls doch einmal der Browser abstürzt.
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Das und Kramer gaben in ihrem Papier an, einige Anhaltspunkte gefunden zu haben, in welchen Situationen Nutzer zu dem greifen, was die beiden Forscher als "Selbst-Zensur" bezeichnen. Auf der Grundlage wolle man nun weiterarbeiten, um auch zu verstehen, warum sich Anwender so verhalten. Letztlich sollen die Hürden für die Veröffentlichung auf Facebook noch weiter gesenkt werden, um den Informations-Schatz, der sich hier ansammelt, noch weiter auszubauen.
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