"Let's Play"-Videos:
Kahlschlag auf YouTube droht
So genannte Let's-Play-Videos auf YouTube sind für Gaming-Fans nicht mehr wegzudenken, doch womöglich sollten sie sich bereits darauf vorbereiten, dass es dieses Format bald gar nicht oder nur in einer stark eingeschränkten Form geben wird.
Am Montag dieser Woche mussten zahlreiche Let's-Play-Macher und Spieletester auf YouTube eine böse Überraschung erleben und feststellen, dass etliche ihrer Videos "geflaggt" worden sind. Die Ausmaße sind gewaltig und selbst die ganz großen Multi Channel Networks (MCN) wie Machinima müssen sich nun mit dem Thema beschäftigen.
Die Hintergründe waren zunächst etwas unklar, das bekannte Gaming-Forum NeoGAF sammelte zunächst zahlreiche Twitter-Beiträge, in denen YouTuber über die "Content-ID-Match-Apokalypse" (@TotalBiscuit) berichteten.
Inzwischen hat YouTube dazu Stellung bezogen und die Hintergründe erläutert: "Wir haben kürzlich das Content-ID-Scanning auf Kanälen aktiviert, die an Multi-Channel-Network-Partner (MCN) angegliedert sind. Das hat neue Copyright-Ansprüche für einige Nutzer zur Folge gehabt, basierend auf Richtlinien der relevanten Inhalte-Besitzer."
Für Macher derartiger Videos hat das vor allem eine Folge: Sie können ihre Videos - viele verdienen damit mittlerweile ihren Lebensunterhalt - nicht mehr zu Geld machen. Die Spielestudios selbst sind übrigens zumeist nicht für die Copyright-Ansprüche verantwortlich, sie stammen vor allem von Rechteverwertern aus dem Umfeld der Musikindustrie.
Dabei gibt es aber noch einige offene Fragen, da laut NeoGAF auch YouTube-Videos betroffen sind, die komplett auf lizenzfreie Audio-Untermalung zurückgegriffen haben. Übrigens reichen dafür auch nur einige Sekunden, ob die Musik in einem offiziellen Spiele-Trailer zum Einsatz kam, spielt aber keine Rolle.
Bis auf wenige Ausnahmen haben zahlreiche Spielehersteller wie Ubisoft, Blizzard und Capcom angekündigt (via IGN), Betroffenen helfen zu wollen. Die große Ausnahme ist Nintendo, der japanische Hersteller hat bereits im Mai selbst versucht, per "Content ID Match" Werbegelder von Let's-Play-Machern zu bekommen.
Siehe auch: Nintendo will von "Let's Play"-Machern (Werbe-)Geld
Die Hintergründe waren zunächst etwas unklar, das bekannte Gaming-Forum NeoGAF sammelte zunächst zahlreiche Twitter-Beiträge, in denen YouTuber über die "Content-ID-Match-Apokalypse" (@TotalBiscuit) berichteten.
Inzwischen hat YouTube dazu Stellung bezogen und die Hintergründe erläutert: "Wir haben kürzlich das Content-ID-Scanning auf Kanälen aktiviert, die an Multi-Channel-Network-Partner (MCN) angegliedert sind. Das hat neue Copyright-Ansprüche für einige Nutzer zur Folge gehabt, basierend auf Richtlinien der relevanten Inhalte-Besitzer."
Für Macher derartiger Videos hat das vor allem eine Folge: Sie können ihre Videos - viele verdienen damit mittlerweile ihren Lebensunterhalt - nicht mehr zu Geld machen. Die Spielestudios selbst sind übrigens zumeist nicht für die Copyright-Ansprüche verantwortlich, sie stammen vor allem von Rechteverwertern aus dem Umfeld der Musikindustrie.
Dabei gibt es aber noch einige offene Fragen, da laut NeoGAF auch YouTube-Videos betroffen sind, die komplett auf lizenzfreie Audio-Untermalung zurückgegriffen haben. Übrigens reichen dafür auch nur einige Sekunden, ob die Musik in einem offiziellen Spiele-Trailer zum Einsatz kam, spielt aber keine Rolle.
Bis auf wenige Ausnahmen haben zahlreiche Spielehersteller wie Ubisoft, Blizzard und Capcom angekündigt (via IGN), Betroffenen helfen zu wollen. Die große Ausnahme ist Nintendo, der japanische Hersteller hat bereits im Mai selbst versucht, per "Content ID Match" Werbegelder von Let's-Play-Machern zu bekommen.
Siehe auch: Nintendo will von "Let's Play"-Machern (Werbe-)Geld
Thema:
Witold PryjdaSenior Redakteur
Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.
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