Venezuela: Militär übernimmt Elektronikmärkte
Mit einer ungewöhnlichen Aktion reagiert der venezolanische Präsident Nicolás Maduro auf die anhaltende Wirtschaftskrise des Landes: Er ließ vom Militär eine Elektronikkette besetzen, da diese Preistreiberei betrieben haben soll.
Der Nachfolger des Anfang dieses Jahres verstorbenen venezolanischen Präsidenten Hugo Chávez, Nicolás Maduro, steht seinem Amtsvorgänger in Sachen kurioser Kapitalismuskritik in nichts nach: Maduro hat eine "wirtschaftliche Offensive" angekündigt, nachdem Staatsanleihen zuletzt massiv abgestürzt sind und die Inflation im Oktober um 54 Prozent in die Höhe geschossen ist.
Wie unter anderem die Nachrichtenagentur Reuters schreibt, hat Maduro am vergangenen Wochenende als Teil dieser Wirtschaftsoffensive 28 Menschen verhaften lassen, da sie Elektronikwaren zu angeblich "spekulativen" Preisen verkauft haben sollen.
Gleichzeitig ließ Maduro die Filialen der Elektronikkette Daka vom Militär besetzen und zwang die Verkäufer ihre Waren zu "fairen" Preisen zu verkaufen. Wer sich weigerte, musste mit einer Festnahme rechnen oder wurde aus dem eigenen Laden geschmissen. Wie die österreichische Nachrichtensendung ZIB 24 berichtet, wurden dabei beispielsweise Fernseher, die zuvor umgerechnet 8000 Dollar gekostet haben, für 1000 Dollar verkauft. Reuters spricht von Preisnachlässen zwischen 20 und 60 Prozentpunkten.
Bis gestern kam es vor den Daka-Filialen zu langen Warteschlangen, dabei soll es aber vielerorts auch zu einer Eskalation der Situation gekommen sein, da es auch Berichte über Plünderungen gibt. Präsident Maduro will allerdings noch weiter gehen: Mit einer Sondervollmacht des venezolanischen Parlaments will er ein "Limit für Profite" einführen und zwar für alle Branchen in Venezuela. Kritiker sehen darin hingegen Populismus in Hinblick auf die in einem Monat stattfindenden Kommunalwahlen und werfen Maduros Regierung unter anderem Korruption und Versagen vor.
Wie unter anderem die Nachrichtenagentur Reuters schreibt, hat Maduro am vergangenen Wochenende als Teil dieser Wirtschaftsoffensive 28 Menschen verhaften lassen, da sie Elektronikwaren zu angeblich "spekulativen" Preisen verkauft haben sollen.
Gleichzeitig ließ Maduro die Filialen der Elektronikkette Daka vom Militär besetzen und zwang die Verkäufer ihre Waren zu "fairen" Preisen zu verkaufen. Wer sich weigerte, musste mit einer Festnahme rechnen oder wurde aus dem eigenen Laden geschmissen. Wie die österreichische Nachrichtensendung ZIB 24 berichtet, wurden dabei beispielsweise Fernseher, die zuvor umgerechnet 8000 Dollar gekostet haben, für 1000 Dollar verkauft. Reuters spricht von Preisnachlässen zwischen 20 und 60 Prozentpunkten.
Bis gestern kam es vor den Daka-Filialen zu langen Warteschlangen, dabei soll es aber vielerorts auch zu einer Eskalation der Situation gekommen sein, da es auch Berichte über Plünderungen gibt. Präsident Maduro will allerdings noch weiter gehen: Mit einer Sondervollmacht des venezolanischen Parlaments will er ein "Limit für Profite" einführen und zwar für alle Branchen in Venezuela. Kritiker sehen darin hingegen Populismus in Hinblick auf die in einem Monat stattfindenden Kommunalwahlen und werfen Maduros Regierung unter anderem Korruption und Versagen vor.
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Witold PryjdaSenior Redakteur
Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.
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