Neues NSA-Datenzentrum schon öfter durchgebrannt

Die Inbetriebnahme des neuen Datenzentrums des US-Geheimdienstes NSA hat sich im Verlauf des letzten Jahres immer wieder wegen eklatanter technischer Mängel verzögert, berichtet das Wall Street Journal.
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SAP
Die Ursachen des Problems hätten in der Stromversorgung gelegen. Binnen der letzten 13 Monate sei es zehnmal zu Spannungsdurchschlägen gekommen, die jeweils reihenweise Server und andere Geräte hatten durchbrennen lassen. Das gehe aus Berichten ehemaliger Mitarbeiter und Projekt-Unterlagen hervor, die der Wirtschaftszeitung vorliegen.

Die dadurch angerichteten Schäden hätten die Kosten des Projekts um hunderttausende Dollar nach oben getrieben. Immerhin schlugen solche Spannungen auf die Server durch, dass diese nicht nur Komponenten beschädigten, sondern die Rechner komplett wertlos werden ließen. Teils seien sogar metallische Teile schlicht geschmolzen. Auch die Backup-Systeme der Stromversorgung sollen regelmäßig versagt haben.

Aktuell ist noch unklar, woher die Probleme kamen. Die Untersuchungen sollen noch andauern, hieß es. Daher sei man sich vor Ort noch uneins darüber, ob die bisher ergriffenen Maßnahmen zur Behebung des Fehlers funktionieren werden. Trotzdem will die NSA in dieser Woche erneut versuchen, zumindest einen Teil der Rechner in dem Datenzentrum hochzufahren. Eine Sprecherin der Behörde bestätigte, dass Probleme während des Testbetriebs aufgetreten seien.

Über die konkreten Leistungsdaten des Rechenzentrums ist wenig bekannt, denn vieles unterliegt der Geheimhaltung. Insider sprechen aber davon, dass die Anlage selbst Googles größtes Datenzentrum in den Schatten stellt. Der Standort in Bluffdale im US-Bundesstaat Utah sei gewählt worden, weil hier preiswerte Energie zu bekommen war. Immerhin benötigt das Datenzentrum im laufenden Betrieb stetig 65 Megawatt Leistung, was eine Stromrechnung von rund einer Million Dollar im Monat entspricht.
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