Wikileaks will PRISM-Aufdecker Snowden ausfliegen
Edward Snowden, der Aufdecker von PRISM, hat sich nach seiner Enthüllung des breit angelegten Schnüffelprogramms der NSA nach Hongkong abgesetzt. Nun soll er nach Island ausgeflogen werden, wenn er dort Asyl bekommt.
Die Enthüllungsplattform Wikileaks hatte zwar nichts mit der Veröffentlichung des brisanten Snowden-Materials zu tun, man hat aber seit Bradley Manning Erfahrung damit, wie es "Geheimnisverrätern" in den USA ergehen kann. Die Whistleblower-Plattform engagiert sich deshalb nun für Snowden, der sich irgendwo in der ehemaligen britischen Kronkolonie Hongkong versteckt hält.
Ziel ist nach Angaben der Zeitung News of Iceland der europäische Inselstaat, das Blatt beruft sich dabei auf den Bericht eines isländischen Fernsehsenders. Demnach soll das Innenministerium des Landes derzeit über einen Asylantrag (bzw. eine Zusage, siehe weiter unten) beraten.
Edward Snowden wünscht sich heute zu seinem 30. Geburtstag wohl Asyl in Island
Sollte dieser erfolgreich sein, dann kann Edward Snowden praktisch sofort die Reise nach Island antreten. Dafür steht ein extra gecharterter Privatjet zur Verfügung. Organisiert hat das Flugzeug der isländische Geschäftsmann Olafur Vignir Sigurvinsson, der Chef des Hosters DataCell, wo man auch die Spenden für WikiLeaks verwaltet.
Finanziert wird das Ganze allerdings mit Privatspenden, Wikileaks fungiert hierbei nur als Vermittler. Und die Kosten sind beträchtlich: Das Chartern des Flugzeugs kommt auf etwa 200.000 Euro, die gesamten Kosten werden aber mit einer Viertelmillion Euro angegeben.
Problematisch beim Asyl-Verfahren ist die Tatsache, dass Snowden diesen nur vor Ort tatsächlich stellen kann. Die isländische Regierung muss also bereits im Vorfeld eine verbindliche Zusage machen, da es höchst unwahrscheinlich ist, dass sich Snowden, der übrigens heute seinen 30. Geburtstag feiert, auf Verdacht auf den Weg nach Island macht. Wie sich die isländische Staatsführung verhalten wird, ist unklar, derzeit liegen weder konkrete Aussagen noch Andeutungen vor.
Siehe auch: Noam Chomsky lobt PRISM-Informanten Snowden
Ziel ist nach Angaben der Zeitung News of Iceland der europäische Inselstaat, das Blatt beruft sich dabei auf den Bericht eines isländischen Fernsehsenders. Demnach soll das Innenministerium des Landes derzeit über einen Asylantrag (bzw. eine Zusage, siehe weiter unten) beraten.
Edward Snowden wünscht sich heute zu seinem 30. Geburtstag wohl Asyl in Island
Sollte dieser erfolgreich sein, dann kann Edward Snowden praktisch sofort die Reise nach Island antreten. Dafür steht ein extra gecharterter Privatjet zur Verfügung. Organisiert hat das Flugzeug der isländische Geschäftsmann Olafur Vignir Sigurvinsson, der Chef des Hosters DataCell, wo man auch die Spenden für WikiLeaks verwaltet.
Finanziert wird das Ganze allerdings mit Privatspenden, Wikileaks fungiert hierbei nur als Vermittler. Und die Kosten sind beträchtlich: Das Chartern des Flugzeugs kommt auf etwa 200.000 Euro, die gesamten Kosten werden aber mit einer Viertelmillion Euro angegeben.
Problematisch beim Asyl-Verfahren ist die Tatsache, dass Snowden diesen nur vor Ort tatsächlich stellen kann. Die isländische Regierung muss also bereits im Vorfeld eine verbindliche Zusage machen, da es höchst unwahrscheinlich ist, dass sich Snowden, der übrigens heute seinen 30. Geburtstag feiert, auf Verdacht auf den Weg nach Island macht. Wie sich die isländische Staatsführung verhalten wird, ist unklar, derzeit liegen weder konkrete Aussagen noch Andeutungen vor.
Siehe auch: Noam Chomsky lobt PRISM-Informanten Snowden
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Witold PryjdaSenior Redakteur
Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.
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