Al-Kaida plante wohl Anschläge auf Netz-Backbone
Das Terrornetzwerk Al-Kaida soll im Jahr 2010 eine umfassende Strategie für Anschläge gegen wichtige Infrastrukturen, darunter auch Backbone-Bestandteile des Internets, entwickelt haben.
Das geht laut US-Behörden aus einem bisher unbekannten Brief des Al-Kaida-Strategen Younis al-Mauretani an den inzwischen vom US-Militär getöteten Osama bin Laden hervor, berichtet die Wochenzeitung 'Die Zeit' in ihrer morgigen Ausgabe. Amerikanische Spezialkräfte fanden das Dokument demnach, als sie Bin Laden am 2. Mai 2011 in seinem Versteck im pakistanischen Abbottabad aufspürten und töteten.
In dem Schreiben heißt es unter anderem, die Al-Kaida-Filiale in Nordafrika könnte die geplanten Anschläge mitfinanzieren. Zur Strategie gehöre, dass sich Kader in westlichen Ländern ausbilden ließen - in Berufen, die später für Terrorzwecke nützlich sein könnten. Erst solle Europa attackiert werden, "danach schlagen wir gegen Amerika zu". Der Absender des Briefes, Al-Mauretani, wurde im September 2011 in Pakistan festgenommen. Zuvor hatten deutsche Al-Kaida-Rekruten berichtet, er habe über Pläne für unkonventionelle Anschläge gegen den Westen gesprochen.
Das US-Justizministerium übersandte den Brief im April 2012 dem deutschen Bundesamt für Justiz. Von dieser Woche an wird das Dokument in einem Terrorprozess am Oberlandesgericht Düsseldorf eine Rolle spielen, weil es auch Informationen über einen Marokkaner enthält, dessen Geburtsdatum mit dem des Angeklagten Abdeladim El-K. übereinstimmt. Dessen Verteidiger Johannes Pausch sagte der Zeitung aber, er habe "grundsätzliche Zweifel" an der Authentizität des Dokuments. Es sei kaum vorstellbar, dass Al-Kaida so sorglos mit Daten umgehe.
Nun sollen drei FBI-Beamte vor Gericht beschreiben, wie sie in den Besitz des Dokumentes kamen und wer außer ihnen Zugang zu ihm hatte. Bisher haben die USA von den vermutlich Tausenden in Abbottabad erbeuteten Dokumenten 17 veröffentlicht.
In dem Schreiben heißt es unter anderem, die Al-Kaida-Filiale in Nordafrika könnte die geplanten Anschläge mitfinanzieren. Zur Strategie gehöre, dass sich Kader in westlichen Ländern ausbilden ließen - in Berufen, die später für Terrorzwecke nützlich sein könnten. Erst solle Europa attackiert werden, "danach schlagen wir gegen Amerika zu". Der Absender des Briefes, Al-Mauretani, wurde im September 2011 in Pakistan festgenommen. Zuvor hatten deutsche Al-Kaida-Rekruten berichtet, er habe über Pläne für unkonventionelle Anschläge gegen den Westen gesprochen.
Das US-Justizministerium übersandte den Brief im April 2012 dem deutschen Bundesamt für Justiz. Von dieser Woche an wird das Dokument in einem Terrorprozess am Oberlandesgericht Düsseldorf eine Rolle spielen, weil es auch Informationen über einen Marokkaner enthält, dessen Geburtsdatum mit dem des Angeklagten Abdeladim El-K. übereinstimmt. Dessen Verteidiger Johannes Pausch sagte der Zeitung aber, er habe "grundsätzliche Zweifel" an der Authentizität des Dokuments. Es sei kaum vorstellbar, dass Al-Kaida so sorglos mit Daten umgehe.
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