Amazon-Chef Bezos fordert Ende der Patent-Kriege

Amazon-Gründer und -Chef Jeff Bezos hat in einem Interview für ein Ende der aktuellen Patent-Kriege ausgesprochen: Diese seien "nicht gesund für die Gesellschaft", weshalb Regierungen das Patentrecht überdenken sollten. Amazon-Zampano Jeff Bezos wird so manchem sicherlich aus der Seele sprechen: Dieser hat in einem Interview mit der britischen Zeitung 'Metro' Regierungen auf der ganzen Welt aufgerufen, mit einer Reform des Patentrechts den zahlreichen Patentstreitigkeiten ein Ende zu setzen.

Gefragt nach seiner Meinung zu den aktuellen rechtlichen Schlachten zwischen Apple und Samsung, sagte Bezos (der selbst einen Blackberry nutzt): "Patente sollten eigentlich Innovation fördern, aber wir beginnen nun in einer Welt zu leben, in der sie Innovation bremsen", so Bezos. "Regierungen sollten sich vielleicht die Patentsysteme anschauen und überlegen, ob die entsprechenden Gesetze nicht modifiziert werden sollten." Amazon-Chef Jeff BezosAmazon-Gründer Jeff Bezos Als Grund gab der Amazon-Chef an, dass er nicht glaube, dass "derartige Patent-Kriege für die Gesellschaft gesund" seien: "Ich liebe Technologie. Ich liebe Erfindungsgeist. Ich mag schnelle Veränderung, und derzeit haben wir tatsächlich das Goldene Zeitalter von kabellosen und mobilen Geräten." Ob Amazon tatsächlich, wie immer wieder berichtet, ein eigenes Smartphone plant, wollte der CEO des Unternehmens jedoch nicht verraten.

Eine (halbe) Absage erteilte Bezos den Gerüchten, dass der Versandhändler es erwägen soll, echte Shops aufzumachen. Bezos gab hier zu Protokoll, dass man bei Amazon "von Zeit zu Zeit" durchaus mit diesem Gedanken spiele, aber bisher noch nicht die richtige Idee gehabt habe, wie man etwas Neues schaffen kann. Denn nur wenn man den Kunden etwas wahrhaft Innovatives bieten könne, würden reale Läden für Amazon einen Sinn ergeben.

In der zweiten Hälfte des Interviews spricht Bezos über seine Interessen und "Hobbys", darunter eine (in einem Berg platzierte) Uhr, die 10.000 Jahre laufen soll, sein Weltraumfahrt-Unternehmen "Origin Blue" und seine Investition in eine US-Firma, die (bis 2020) den ersten Quantencomputer bauen will.
Jetzt einen Kommentar schreiben


Alle Kommentare zu dieser News anzeigen
Amazons Aktienkurs in Euro
Kindle Oasis im Preis-Check
Derzeit keine Angebote im Preisvergleich
Tipp einsenden
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen? Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links, um WinFuture zu unterstützen: Vielen Dank!