Offener Brief: AV-Hersteller kritisieren Warentest
Mehrere Hersteller von Antiviren-Software haben sich in einem gemeinsamen offenen Brief bei der Stiftung Warentest beschwert. Diese hatte für ihr aktuelles Magazin die gängigsten Produkte getestet und für die meisten ein nicht gerade schmeichelhaftes Urteil gefällt. Nur zwei Antiviren-Programme erhielten die Note "gut".
Die von schlechten Urteilen betroffenen Hersteller wollen dies nicht hinnehmen und beklagen, dass im Test falsche Schwerpunkte gesetzt wurden. So hätten die Tester lediglich die reaktive signaturbasierte Erkennung überprüft, praxisnahe Tests mit Fokus auf die heutigen Hauptinfektionswege aber ausgelassen.
So hatte die Stiftung Warentest kritisiert, dass viele Produkte bei der Erkennung von Schädlingen zurückfallen, wenn ihnen keine Internet-Verbindung zur Verfügung steht. "Es macht heutzutage keinen Sinn mehr, Sicherheitsprodukte zum Teil ohne Internetverbindung zu testen", heißt es in dem offenen Brief. Die Hauptinfektionsquelle sei nämlich das Internet und aktuelle Malware benötige eine Online-Verbindung, um Schaden anzurichten - wie beispielsweise durch das Sammeln von Daten.
Das von den Testern vorgebrachte Beispiel der Infektion über einen USB-Stick sei demnach zwar valide, was die Infektion an sich angeht, aber der echte Schaden könnte abgewendet werden, da die Schutzprodukte die Schadfunktion stoppen würden, sobald eine Internetverbindung besteht. Hier würde dann nämlich die verhaltensbasierte Erkennung anschlagen, die auch Schutz vor Schädlingen bietet, die nicht über die Signatur entdeckt werden.
"Selbst ein Programm ohne eine einzige Signatur könnte in der Realität einen sehr guten Schutz bieten, indem dynamische Erkennung oder Reputationsprüfung genutzt wird. Dies wird in Ihrem Test aber nicht berücksichtigt", kritisieren die Sicherheits-unternehmen.
Weiterhin wies man die Kritik der Tester an langsamen Update-Zyklen zurück. Diese Methode, die Software auf dem neuesten Stand zu halten, seien beim Einsatz Cloud-basierender Reputations-Dienstleistungen obsolet. Hier wird bei einer bestehenden Internet-Verbindung - die bei den meisten Nutzern heute völlig normal ist - automatisch dafür gesorgt, dass die Programme stets Zugang zu den neuesten Signaturdatenbanken haben.
Unterzeichnet wurde der offene Brief durch Vertreter der neun Security-Unternehmen Checkpoint, F-Secure, Ikarus, Kaspersky Lab, McAfee, Panda Security, Symantec, Trend Micro und AV-Test.
So hatte die Stiftung Warentest kritisiert, dass viele Produkte bei der Erkennung von Schädlingen zurückfallen, wenn ihnen keine Internet-Verbindung zur Verfügung steht. "Es macht heutzutage keinen Sinn mehr, Sicherheitsprodukte zum Teil ohne Internetverbindung zu testen", heißt es in dem offenen Brief. Die Hauptinfektionsquelle sei nämlich das Internet und aktuelle Malware benötige eine Online-Verbindung, um Schaden anzurichten - wie beispielsweise durch das Sammeln von Daten.
Das von den Testern vorgebrachte Beispiel der Infektion über einen USB-Stick sei demnach zwar valide, was die Infektion an sich angeht, aber der echte Schaden könnte abgewendet werden, da die Schutzprodukte die Schadfunktion stoppen würden, sobald eine Internetverbindung besteht. Hier würde dann nämlich die verhaltensbasierte Erkennung anschlagen, die auch Schutz vor Schädlingen bietet, die nicht über die Signatur entdeckt werden.
"Selbst ein Programm ohne eine einzige Signatur könnte in der Realität einen sehr guten Schutz bieten, indem dynamische Erkennung oder Reputationsprüfung genutzt wird. Dies wird in Ihrem Test aber nicht berücksichtigt", kritisieren die Sicherheits-unternehmen.
Weiterhin wies man die Kritik der Tester an langsamen Update-Zyklen zurück. Diese Methode, die Software auf dem neuesten Stand zu halten, seien beim Einsatz Cloud-basierender Reputations-Dienstleistungen obsolet. Hier wird bei einer bestehenden Internet-Verbindung - die bei den meisten Nutzern heute völlig normal ist - automatisch dafür gesorgt, dass die Programme stets Zugang zu den neuesten Signaturdatenbanken haben.
Unterzeichnet wurde der offene Brief durch Vertreter der neun Security-Unternehmen Checkpoint, F-Secure, Ikarus, Kaspersky Lab, McAfee, Panda Security, Symantec, Trend Micro und AV-Test.
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Christian Kahle
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