Sony Music-Chef: "Internet ist für uns ein Segen"
Die Musikbranche befindet sich derzeit in einer großen Aufbruchstimmung, an der nicht zuletzt das Internet einen entscheidenden Anteil hat. Das erklärte Edgar Berger, der Chef von Sony Music, in einem Interview mit der Tageszeitung 'Welt'.
"Das Internet ist für uns ein Segen", so Berger. Man könne es nicht einfach nur für illegale Kopien verantwortlich machen, sondern müsse auch registrieren, dass es der Musikindustrie neue Möglichkeiten gebracht hat. Das gilt seiner Ansicht nach sowohl für die digitale Distribution über die weltweit inzwischen mehr als 500 Online-Musikhändler, als auch die entstandenen sozialen Netzwerke, die Musikstars, Fans und Produzenten zusammenbringen.
"Trotz des hohen Anteils von nichtbezahlter Musik ist es gelungen, die Musikbranche in ein digitales Geschäft zu transformieren, das weltweit bereits einen Umfang von mehr als fünf Milliarden Dollar hat", sagte Berger. Hier attestiert er seiner Industrie eine bessere Arbeit als anderen Bereichen. Allerdings war der Musiksektor auch lange vor den Filmstudios und den Buchverlagen mit den veränderten Gegebenheiten konfrontiert.
Wie der Manager weiter ausführte, mache der Online-Bereich in den USA, Südkorea oder Schweden bereits mehr als 50 Prozent des Musikmarktes aus. In Deutschland sieht er allerdings noch verschiedene rechtliche Probleme, die einer Reform bedürfen.
"In Deutschland ist es beispielsweise nicht geregelt, wie die Kopie eines Songs zu handhaben ist, der auf Seiten wie Youtube abgespielt wird. Das ist nämlich etwas anderes, als eine Tonbandkopie anzufertigen. Aber unser Urheberrecht kommt eben aus der Zeit der Tonbandkopie", sagte Berger.
Aber nicht nur seitens der Gesetzgebung gibt es hierzulande für ihn einiges zu kritisieren. So schiebt der beispielsweise die Schuld daran, dass viele offizielle Musikvideos für deutsche Nutzer auf YouTube nicht angezeigt werden, der GEMA zu. "Uns gehen dadurch Millionenumsätze verloren", sagte Berger. "Ich bin mir aber auch relativ sicher, dass es bei der Gema irgendwann Einsicht zwecks ökonomischer Notwendigkeit geben wird."
"Trotz des hohen Anteils von nichtbezahlter Musik ist es gelungen, die Musikbranche in ein digitales Geschäft zu transformieren, das weltweit bereits einen Umfang von mehr als fünf Milliarden Dollar hat", sagte Berger. Hier attestiert er seiner Industrie eine bessere Arbeit als anderen Bereichen. Allerdings war der Musiksektor auch lange vor den Filmstudios und den Buchverlagen mit den veränderten Gegebenheiten konfrontiert.
Wie der Manager weiter ausführte, mache der Online-Bereich in den USA, Südkorea oder Schweden bereits mehr als 50 Prozent des Musikmarktes aus. In Deutschland sieht er allerdings noch verschiedene rechtliche Probleme, die einer Reform bedürfen.
"In Deutschland ist es beispielsweise nicht geregelt, wie die Kopie eines Songs zu handhaben ist, der auf Seiten wie Youtube abgespielt wird. Das ist nämlich etwas anderes, als eine Tonbandkopie anzufertigen. Aber unser Urheberrecht kommt eben aus der Zeit der Tonbandkopie", sagte Berger.
Aber nicht nur seitens der Gesetzgebung gibt es hierzulande für ihn einiges zu kritisieren. So schiebt der beispielsweise die Schuld daran, dass viele offizielle Musikvideos für deutsche Nutzer auf YouTube nicht angezeigt werden, der GEMA zu. "Uns gehen dadurch Millionenumsätze verloren", sagte Berger. "Ich bin mir aber auch relativ sicher, dass es bei der Gema irgendwann Einsicht zwecks ökonomischer Notwendigkeit geben wird."
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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