Aufbau des Galileo-Satellitennetzes wird beschleunigt
Die EU-Kommission hat mehrere neue Aufträge über den weiteren Aufbau des Satelliten-Navigationssystems Galileo vergeben. Der Mittelständler OHB aus Bremen konnte sich dabei gegen ein konkurrierendes Angebot des größeren Wettbewerbers EADS mit seiner Tochter Astrium durchsetzen.
Wie die EU-Kommission mitteilte, soll OHB acht weitere Galileo-Satelliten bauen. Das Auftragsvolumen liegt bei einem Wert von 250 Millionen Euro. Das Unternehmen hatte sich bereits zuvor die Bestellung von 14 Satelliten gesichert. Diese Order brachte dem Unternehmen 566 Millionen Euro.
Um den neuen Auftrag zu erhalten ist OHB beim Preis also deutlich nach unten gegangen. Kosteten die ersten Satelliten pro Stück noch rund 40 Millionen Euro, fließen nun nur noch 31 Millionen Euro pro fertigem Galileo-Knoten. Bei der Reduzierung des Preises dürfte es aber auch eine Rolle gespielt haben, dass die Produktionsprozesse optimaler laufen, nun wo es quasi ja schon um eine Kleinserienfertigung geht.
Astrium geht bei der neuen Vergaberunde aber nicht leer aus. Das Unternehmen erhielt den Auftrag, die europäische Trägerrakete Ariane 5 mit einem System zu versehen, das Galileo-Satelliten als Nutzlast aufnehmen kann. Bisher kommen zum Start der Satelliten russische Sojus-Raketen zum Einsatz. Diese können allerdings jeweils nur zwei Stück transportieren.
Die leistungsstärkere Ariane 5 kann hingegen vier Satelliten pro Start in den Orbit bringen. Der Prozess zum Aufbau des Galileo-Netzes soll so beschleunigt werden können, erklärte die EU-Kommission. Der an Astrium vergebene Auftrag hat ein Finanzvolumen von 30 Millionen Dollar. Den gleichen Betrag überweist die EU außerdem an Arianespace, den Betreiber des Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guayana, als Gebühr für drei Ariane 5-Starts.
Nach Angaben der EU-Kommission befindet sich der Aufbau des Galileo-Netzes durch die Vergabe der neuen Aufträge derzeit im Plan. Das europäische Satelliten-Navigationssystem soll ab 2014 einsatzbereit sein.
Um den neuen Auftrag zu erhalten ist OHB beim Preis also deutlich nach unten gegangen. Kosteten die ersten Satelliten pro Stück noch rund 40 Millionen Euro, fließen nun nur noch 31 Millionen Euro pro fertigem Galileo-Knoten. Bei der Reduzierung des Preises dürfte es aber auch eine Rolle gespielt haben, dass die Produktionsprozesse optimaler laufen, nun wo es quasi ja schon um eine Kleinserienfertigung geht.
Astrium geht bei der neuen Vergaberunde aber nicht leer aus. Das Unternehmen erhielt den Auftrag, die europäische Trägerrakete Ariane 5 mit einem System zu versehen, das Galileo-Satelliten als Nutzlast aufnehmen kann. Bisher kommen zum Start der Satelliten russische Sojus-Raketen zum Einsatz. Diese können allerdings jeweils nur zwei Stück transportieren.
Die leistungsstärkere Ariane 5 kann hingegen vier Satelliten pro Start in den Orbit bringen. Der Prozess zum Aufbau des Galileo-Netzes soll so beschleunigt werden können, erklärte die EU-Kommission. Der an Astrium vergebene Auftrag hat ein Finanzvolumen von 30 Millionen Dollar. Den gleichen Betrag überweist die EU außerdem an Arianespace, den Betreiber des Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guayana, als Gebühr für drei Ariane 5-Starts.
Nach Angaben der EU-Kommission befindet sich der Aufbau des Galileo-Netzes durch die Vergabe der neuen Aufträge derzeit im Plan. Das europäische Satelliten-Navigationssystem soll ab 2014 einsatzbereit sein.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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