Nokia Siemens-Chef:
Brandbrief an Belegschaft
Die Lage beim angeschlagenen Netzwerkausrüster Nokia Siemens Networks (NSN) ist offenbar noch deutlich düsterer, als es bisher in der Öffentlichkeit bekannt ist. Darauf deutet ein Schreiben von Konzernchef NSN-Chef Rajeev Suri an die Belegschaft hin.
Wie in der vergangenen Woche bekannt wurde, will der Telekommunikationszulieferer in den nächsten zwei Jahren weltweit rund 17.000 Stellen abbauen, davon etwa 3.000 in Deutschland. Gegenüber den 9.000 Beschäftigten in Deutschland startete Suri nun einen Erklärungsversuch.
"Unsere Profitabilität ist nach wie vor viel zu niedrig", stellte der Inder in dem Schreiben, das dem Nachrichtenmagazin 'Der Spiegel' (heutige Ausgabe) vorliegt, nüchtern fest. "Wir verbrennen Barreserven, haben zu viele Geschäftsfelder, die niemals adäquate Erträge geliefert haben, und Regionen, die stets Verluste einfahren", heißt es in dem Brandbrief weiter.
Auch "die Qualität" sei "nicht da, wo sie sein sollte". Der finnische Handykonzern Nokia und dessen deutscher Joint-Venture-Partner Siemens hätten NSN nun "zum letzten Mal" mit Kapital ausgestattet, erwarteten aber, "dass diese Investition einen Ertrag liefert". Sicherstellen soll das ein eigens gebildetes Task-Force-Team unter NSN-Finanzchef Marco Schröter.
NSN gelingt es seit Jahren nicht, schwarze Zahlen zu schreiben. Offenbar halten die Strukturen und Geschäftsprozesse dem harten Konkurrenzkampf auf dem Weltmarkt nicht stand. Die Mutterkonzerne schossen daher nun noch einmal 1 Milliarde Euro in das Unternehmen. Das Kapital soll im Wesentlichen für eine umfassende Neustrukturierung eingesetzt werden.
Eines der Ziele liegt unter anderem darin, die Produktpalette zugunsten einer stärkeren Konzentration auszudünnen. Der Fokus soll auf Netzwerkausrüstung für mobile Breitbandnetze liegen. In diesem Bereich ist durch den weiteren Ausbau von 3G-Netzen weltweit und der begonnenen Einführung von LTE als vierter Mobilfunkgeneration mit einem starken Wachstum zu rechnen.
"Unsere Profitabilität ist nach wie vor viel zu niedrig", stellte der Inder in dem Schreiben, das dem Nachrichtenmagazin 'Der Spiegel' (heutige Ausgabe) vorliegt, nüchtern fest. "Wir verbrennen Barreserven, haben zu viele Geschäftsfelder, die niemals adäquate Erträge geliefert haben, und Regionen, die stets Verluste einfahren", heißt es in dem Brandbrief weiter.
Auch "die Qualität" sei "nicht da, wo sie sein sollte". Der finnische Handykonzern Nokia und dessen deutscher Joint-Venture-Partner Siemens hätten NSN nun "zum letzten Mal" mit Kapital ausgestattet, erwarteten aber, "dass diese Investition einen Ertrag liefert". Sicherstellen soll das ein eigens gebildetes Task-Force-Team unter NSN-Finanzchef Marco Schröter.
NSN gelingt es seit Jahren nicht, schwarze Zahlen zu schreiben. Offenbar halten die Strukturen und Geschäftsprozesse dem harten Konkurrenzkampf auf dem Weltmarkt nicht stand. Die Mutterkonzerne schossen daher nun noch einmal 1 Milliarde Euro in das Unternehmen. Das Kapital soll im Wesentlichen für eine umfassende Neustrukturierung eingesetzt werden.
Eines der Ziele liegt unter anderem darin, die Produktpalette zugunsten einer stärkeren Konzentration auszudünnen. Der Fokus soll auf Netzwerkausrüstung für mobile Breitbandnetze liegen. In diesem Bereich ist durch den weiteren Ausbau von 3G-Netzen weltweit und der begonnenen Einführung von LTE als vierter Mobilfunkgeneration mit einem starken Wachstum zu rechnen.
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