Nintendo veröffentlicht dramatische Bilanz-Zahlen
Ungewohnte Situation für den japanischen Spielekonzern Nintendo: "Big N" musste erstmals seit langer Zeit einen dramatischen Rückgang bei Umsatz und Gewinn verkünden. Grund sind der teure Yen und eine schwache Nachfrage nach 3DS-Hardware und -Software.
Am 30. September ist das Quartal von Nintendo zu Ende gegangen. Die Zahlen, die der japanische Konzern veröffentlicht hat, sind für Nintendo alles andere als erfreulich. Laut 'Reuters' verzeichnete man im vergangenen Quartal einen Verlust von 19,6 Milliarden Yen (185 Mio. Euro), im gleichen Zeitraum 2010 konnte dagegen ein Gewinn von knapp 31 Milliarden Yen (293 Mio. Euro) erwirtschaftet werden.
Bereitet Nintendo Kopfzerbrechen: der Handheld 3DS
Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres ging der Umsatz um dramatische 40,6 Prozent auf 215,7 Milliarden Yen (2,05 Mrd. Euro) zurück. Prognostiziert wurden zuvor 240 (2,27 Mrd. Euro) Milliarden Yen. Auf knapp 108 Milliarden Yen (1,02 Mrd. Euro) belaufen sich die Verluste beim Punkt "Ordinary Income", erwartet wurden im schlimmsten Fall 100 Milliarden. Operativ beträgt der Verlust 57,3 Milliarden Yen (542 Mio. Euro), Netto ist es ein Minus von 70,3 Milliarden Yen (665 Mio. Euro). Erwartet wurde ein Verlust von 50 Milliarden Yen (operativ) bzw. 35 Milliarden Yen (Netto).
Die Gewinnerwartung für das im März 2012 zu Ende gehende Geschäftsjahr musste von 35 Milliarden Yen (331 Mio. Euro) auf eine Milliarde Yen herunterkorrigiert werden. Statt dem erwarteten Jahresumsatz von 900 Milliarden Yen (8,5 Mrd. Euro), rechnet man nun nur noch mit rund 790 Milliarden Yen (7,47 Mrd. Euro). Nintendo prognostiziert 20 Milliarden Yen (189 Mio. Euro) Nettoverlust, bisher wurde von einem Nettogewinn in Höhe von 20 Milliarden Yen ausgegangen.
Hauptgrund für die schlechten Zahlen sind die enttäuschenden Verkäufe von Hard- und Software. Im ersten Halbjahr (April bis September) des aktuellen Geschäftsjahres konnte man nur 2,89 Millionen DS-Konsolen verkaufen (Vergleichszeitraum 2010 waren es 6,69 Millionen), auch die Software für die Nintendo-Handhelds enttäuschte, man konnte nur 2,89 Millionen Stück an Mann und Frau bringen (2010: 5,48 Millionen).
Auch die Verkäufe der bisher dominanten Heimkonsole Wii brachen ein: Mit rund 3,65 Millionen Stück konnten nur halb so viele Geräte verkauft werden wie im Vergleichszeitraum 2010. Die schlechte Performance ist allerdings nicht alleine die "Schuld" von Nintendo: Der starke Yen bereitet allen auf Export ausgerichteten japanischen Unternehmen derzeit Kopfzerbrechen.
Bereitet Nintendo Kopfzerbrechen: der Handheld 3DS
Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres ging der Umsatz um dramatische 40,6 Prozent auf 215,7 Milliarden Yen (2,05 Mrd. Euro) zurück. Prognostiziert wurden zuvor 240 (2,27 Mrd. Euro) Milliarden Yen. Auf knapp 108 Milliarden Yen (1,02 Mrd. Euro) belaufen sich die Verluste beim Punkt "Ordinary Income", erwartet wurden im schlimmsten Fall 100 Milliarden. Operativ beträgt der Verlust 57,3 Milliarden Yen (542 Mio. Euro), Netto ist es ein Minus von 70,3 Milliarden Yen (665 Mio. Euro). Erwartet wurde ein Verlust von 50 Milliarden Yen (operativ) bzw. 35 Milliarden Yen (Netto).
Die Gewinnerwartung für das im März 2012 zu Ende gehende Geschäftsjahr musste von 35 Milliarden Yen (331 Mio. Euro) auf eine Milliarde Yen herunterkorrigiert werden. Statt dem erwarteten Jahresumsatz von 900 Milliarden Yen (8,5 Mrd. Euro), rechnet man nun nur noch mit rund 790 Milliarden Yen (7,47 Mrd. Euro). Nintendo prognostiziert 20 Milliarden Yen (189 Mio. Euro) Nettoverlust, bisher wurde von einem Nettogewinn in Höhe von 20 Milliarden Yen ausgegangen.
Hauptgrund für die schlechten Zahlen sind die enttäuschenden Verkäufe von Hard- und Software. Im ersten Halbjahr (April bis September) des aktuellen Geschäftsjahres konnte man nur 2,89 Millionen DS-Konsolen verkaufen (Vergleichszeitraum 2010 waren es 6,69 Millionen), auch die Software für die Nintendo-Handhelds enttäuschte, man konnte nur 2,89 Millionen Stück an Mann und Frau bringen (2010: 5,48 Millionen).
Auch die Verkäufe der bisher dominanten Heimkonsole Wii brachen ein: Mit rund 3,65 Millionen Stück konnten nur halb so viele Geräte verkauft werden wie im Vergleichszeitraum 2010. Die schlechte Performance ist allerdings nicht alleine die "Schuld" von Nintendo: Der starke Yen bereitet allen auf Export ausgerichteten japanischen Unternehmen derzeit Kopfzerbrechen.
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Witold PryjdaSenior Redakteur
Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.
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