4Chan-Gründer: Facebook will Fast-Food-Identitäten
Die Betreiber der Social Networks Facebook und Google+ haben dabei versagt, zu verstehen, welche Möglichkeiten man den Nutzern bieten sollte, was den Umgang mit ihrer Identität angeht. Dieser Ansicht ist Chris 'moot' Poole, der Gründer des Image-Forums 4Chan und des Media-Sharing-Dienstes Canvas.
Seiner Ansicht nach sei die Struktur der fraglichen Dienste mit einem zentralen Account und selektiv zu bestückenden Kontaktlisten grundsätzlich fehlerhaft. Statt dessen müsse es den Anwendern möglich sein, bei ihren Online-Aktivitäten multiple Persönlichkeiten zu verkörpern, erklärte Poole auf der aktuell stattfindenden Konferenz Web 2.0 Summit in San Francisco.
Google und Facebook würden davon ausgehen, dass die Online-Persönlichkeit eines Users lediglich ein flaches Spiegelbild seiner realen Existenz ist. "In Wirklichkeit gleicht sie aber mehr einem Diamanten: Verschiedenen Leuten präsentiert man unterschiedliche Facetten seiner Persönlichkeit", so Poole. So wie Menschen offline in ihren verschiedenen sozialen Gruppen wie etwa unter Kollegen oder im Familienkreis ebenfalls jeweils anders auftreten. Facebook, so der 4Chan-Gründer, gehe mit der Identität seiner Nutzer hingegen um, wie die Fast-Food-Industrie mit Lebensmitteln.
Poole betonte außerdem, wie wichtig es sei, dass die Nutzer das Recht hätten, anonym aufzutreten. Dies sei die Voraussetzung dafür, dass sie die Möglichkeit haben, innerhalb des Netzes auch einmal zu experimentieren. Insbesondere bei Jugendlichen, die ihre eigene Persönlichkeit erst noch entwickeln, sollte man nicht erwarten, dass sie dies stets unter der gleichen Identität tun. Immerhin besteht die Gefahr, dass jegliches Handeln für immer gespeichert wird.
Poole sieht es deshalb als grundlegenden Fehler an, dass Facebook und Google+ ihre Nutzer verpflichten wollen, mit ihren Klarnamen aufzutreten. Zwar verwendet er auch beim eigenen Dienst Canvas das Facebook Connect-Feature für die Nutzer-Logins - was es beispielsweise einfacher macht, Spammer fernzuhalten. Die Anwender haben aber trotzdem die Möglichkeit, Inhalte anonym auszutauschen.
Google und Facebook würden davon ausgehen, dass die Online-Persönlichkeit eines Users lediglich ein flaches Spiegelbild seiner realen Existenz ist. "In Wirklichkeit gleicht sie aber mehr einem Diamanten: Verschiedenen Leuten präsentiert man unterschiedliche Facetten seiner Persönlichkeit", so Poole. So wie Menschen offline in ihren verschiedenen sozialen Gruppen wie etwa unter Kollegen oder im Familienkreis ebenfalls jeweils anders auftreten. Facebook, so der 4Chan-Gründer, gehe mit der Identität seiner Nutzer hingegen um, wie die Fast-Food-Industrie mit Lebensmitteln.
Poole betonte außerdem, wie wichtig es sei, dass die Nutzer das Recht hätten, anonym aufzutreten. Dies sei die Voraussetzung dafür, dass sie die Möglichkeit haben, innerhalb des Netzes auch einmal zu experimentieren. Insbesondere bei Jugendlichen, die ihre eigene Persönlichkeit erst noch entwickeln, sollte man nicht erwarten, dass sie dies stets unter der gleichen Identität tun. Immerhin besteht die Gefahr, dass jegliches Handeln für immer gespeichert wird.
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