Produktionsprobleme in Dresden bremsen AMD aus
Der Chiphersteller AMD hat seine Ergebnis-Prognosen für das laufende Quartal nach unten korrigiert. Der Umsatz werde nicht wie geplant gesteigert werden können, da es Produktionsprobleme beim Partner Globalfoundries gebe, teilte das Unternehmen mit.
In Globalfoundries sind die ehemals direkt zu AMD gehörenden Halbleiter-Werke organisiert. Der zweitgrößte Hersteller von PC-Prozessoren hatte seine eigene Fertigung vor einiger Zeit in ein separates Unternehmen ausgegründet. Dieses hat aktuell nun in seinem Werk in Dresden mit Fertigungsproblemen zu kämpfen, hieß es. Wegen einer zu hohen Fehlerquote ist die Ausbeute an funktionierenden Prozessoren, die aus einem Wafer geschnitten werden können, zu gering.
Das führte dazu, dass AMD insbesondere seine neuesten CPU-Modelle nicht in den erwarteten Stückzahlen liefern konnte. Insbesondere für den neuen Llano-Chip für Notebooks, für den man eine stetig wachsende Nachfrage verzeichnete, bedeutet dies einen schmerzhaften Rückschlag.
Die Schwierigkeiten bei Globalfoundries werden nun dazu führen, dass AMDs Umsatz im laufenden Quartal im Vergleich zum vorhergehenden Berichtszeitraum wohl nur um 4 bis 6 Prozent wachsen wird. Das Unternehmen hatte sich eigentlich ein Ziel von 10 Prozent Steigerung gesetzt.
Aktuell ist noch unklar, wie lange die Probleme bei Globalfoundries andauern werden. Der Auftragshersteller werfe aber umfangreiche Ressourcen in die Verbesserung der Ausbeute. "Wir sehen Fortschritte", sagte AMD-Sprecher Drew Prairie. Eine gute Seite hat die Meldung AMDs allerdings: Das Unternehmen muss sich nicht in die Reihe jener Chip-Hersteller stellen, die sich über eine zu geringe Nachfrage beklagen.
Im zweiten Quartal hatte AMD einen Umsatz von 1,57 Milliarden Dollar vermeldet. Gemäß der aktuellen Prognose würde man das dritte Jahresviertel mit 1,64 Milliarden bis 1,67 Milliarden Dollar abschließen. Die Analysten an den Börsen hatten dem Konzern ein Ziel von 1,72 Milliarden Dollar gesetzt.
Das führte dazu, dass AMD insbesondere seine neuesten CPU-Modelle nicht in den erwarteten Stückzahlen liefern konnte. Insbesondere für den neuen Llano-Chip für Notebooks, für den man eine stetig wachsende Nachfrage verzeichnete, bedeutet dies einen schmerzhaften Rückschlag.
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