Innenminister: Maßnahmen gegen Facebook-Partys

In einem Gespräch mit der 'Welt am Sonntag' hat Niedersachsens Innenminister Uwe Schünemann (CDU) gefordert, dass Behörden die Möglichkeit erhalten sollten, so genannte Facebook-Partys im Vorfeld zu verbieten. Auch andere Innenminister fordern härtere Strafen. Schünemann führte aus, dass ein solches Fest mit Hilfe von Platzverweisen aufgelöst werden sollte, falls es bereits im Gange ist. Außerdem forderte er eine Art "Internet-Führerschein", der an Schulen erworben werden kann. Gegenüber der Zeitung erklärte er, dass Jugendliche "doch oft gar nicht wissen, was sie anrichten". Betroffene Kommunen sollten die Kosten für Müllabfuhr und entstandene Schäden an die verantwortlichen Eltern weitergeben. "Das kann schon mal mehrere tausend Euro kosten."

Ralf Jäger von der SPD, Innenminister von Nordrhein-Westfalen, vertritt die gleiche Meinung: "Gibt es im Vorfeld einer angekündigten Facebook-Party konkrete Hinweise auf eine Gefahr für Teilnehmer oder unbeteiligte Dritte, ist es die Aufgabe einer kommunalen Ordnungsbehörde, die Veranstaltung zu untersagen." Bayerns Innenminister Joachim Herrman ist davon überzeugt, dass die Gäste einer Facebook-Party oftmals nur Randale und Zerstörung im Sinn haben. In diesem Zusammenhang warnte er vor "massiven Sicherheitsproblemen".

Hintergrund dieser Forderungen ist eine derartige Feier in Hamburg, zu der eine 16-jährige Frau via Facebook eingeladen hatte. Da sie die Einladung nicht auf ihren Freundeskreis beschränkte, fanden sich über 1.500 Gäste vor ihrem Elternhaus ein, die teilweise randalierten. Die Polizei musste mit 100 Einsatzkräften anrücken. Menschen, Party, Masse, Feier, Menge, Good Vibrations Menschen, Party, Masse, Feier, Menge, Good Vibrations Laurence Barnes / Flickr
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