Polizeigewerkschaft:
Facebook bitte nur mit Ausweis
Die Junge Polizei, die Jugendorganisation der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG) hat weitergehende Maßnahmen gefordert, mit denen die so genannten Facebook-Partys eingedämmt werden können. Finanzielle Forderungen an den Betreiber des Social Networks, wie sie kürzlich von anderen Kreisen aufgebracht wurden, hält man dabei aber nicht für zielführend.
Facebook sei auf Grund mehrerer Millionen neuer Events im Monat nicht in der Lage, diese aus Eigeninitiative heraus nach "verbotenen Partys" zu durchsuchen, hieß es in einer Stellungnahme. Der Kosten-Nutzen Aufwand stünde in keinem Verhältnis. Im Gegensatz zu den misslungenen Geburtstagseinladungen der letzten Jahre geht es inzwischen auch verstärkt um anonyme Party-Aufrufe, bei denen die Einlader selbst nicht an den Kosten der Polizeieinsätze beteiligt werden könnten. Hier solle das Social Network mit in die Verantwortung genommen werden.
Für die Nachwuchspolizisten sieht dies so aus, dass das im Telekommunikationsgesetzt (TKG) verankerte Recht zur anonymen Nutzung von Online-Diensten abgeschafft werden soll. "Die Problematik besteht nicht darin, dass Facebook die Möglichkeit bietet Veranstaltungen einzustellen, sondern darin, dass die User, die zu solchen Veranstaltungen aufrufen, nicht zu ermitteln sind. Facebook muss daher dafür Sorge tragen, dass nur reale Nutzer das Netzwerk nutzen und Ermittlungsbehörden ohne zeitlichen Verzug an diese Daten gelangen", sagte Michael Haug, Bundesvorsitzender der Organisation.
Er begrüßte daher das Bestreben Facebooks, dass die Nutzer möglichst mit ihrem Klarnamen in dem Netzwerk unterwegs sind und das Unternehmen kürzlich eine "Petz-Funktion" testete, in der andere Nutzer dazu aufgefordert wurden, die Echtheit der Angaben eines Kontaktes zu überprüfen. Haugs Vorstellungen gehen allerdings noch einen Schritt weiter.
"Eine Einführung einer Verifizierung - analog anderer Onlineportale - vor der ersten Nutzung wäre der richtige Schritt Seitens Facebook", erklärte er. Von welchen anderen Portalen an dieser Stelle die Rede ist, wurde nicht näher ausgeführt. Persönliche Identifikationen sind allerdings eher nur aus Jugendschutzgründen üblich, wie etwa bei Erotik-Angeboten.
Im Kern verlangt Haug damit allerdings, dass jeder Facebook-Nutzer bei der erstmaligen Einrichtung eines Accounts mit seinem Ausweis bei dem Betreiber des Social Networks vorstellig werden muss. Eine solche Regelung ist allerdings rechtlich wie auch hinsichtlich des Datenschutzes bedenklich.
Für die Nachwuchspolizisten sieht dies so aus, dass das im Telekommunikationsgesetzt (TKG) verankerte Recht zur anonymen Nutzung von Online-Diensten abgeschafft werden soll. "Die Problematik besteht nicht darin, dass Facebook die Möglichkeit bietet Veranstaltungen einzustellen, sondern darin, dass die User, die zu solchen Veranstaltungen aufrufen, nicht zu ermitteln sind. Facebook muss daher dafür Sorge tragen, dass nur reale Nutzer das Netzwerk nutzen und Ermittlungsbehörden ohne zeitlichen Verzug an diese Daten gelangen", sagte Michael Haug, Bundesvorsitzender der Organisation.
Er begrüßte daher das Bestreben Facebooks, dass die Nutzer möglichst mit ihrem Klarnamen in dem Netzwerk unterwegs sind und das Unternehmen kürzlich eine "Petz-Funktion" testete, in der andere Nutzer dazu aufgefordert wurden, die Echtheit der Angaben eines Kontaktes zu überprüfen. Haugs Vorstellungen gehen allerdings noch einen Schritt weiter.
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Im Kern verlangt Haug damit allerdings, dass jeder Facebook-Nutzer bei der erstmaligen Einrichtung eines Accounts mit seinem Ausweis bei dem Betreiber des Social Networks vorstellig werden muss. Eine solche Regelung ist allerdings rechtlich wie auch hinsichtlich des Datenschutzes bedenklich.
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Redakteur bei WinFuture
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