US Supreme Court lehnt Anti-Gewaltspiel-Gesetz ab

Das Oberste Gericht der USA hat ein kalifornisches Gesetz für hinfällig erklärt, das den Verkauf oder die Vermietung von Spielen mit Gewaltinhalten an Jugendliche unter 18 Jahren verboten hätte. Die Richter des US Supreme Court stimmten 7:2 für die Aufrechterhaltung der Entscheidung eines Berufungsgerichts, wonach das Gesetz das in der amerikanischen Verfassung festgelegte Recht auf freie Meinungsäußerung untergraben hätte, berichtet die 'BBC'.

Eine Reihe von Spieleherstellern ging seit langem gegen das seit 2005 geplante Gesetz vor, welches wegen der rechtlichen Auseinandersetzungen nie in Kraft trat. Unterstützer des Gesetzes sahen darin eine Maßnahme zum Schutz von Kindern, weil Gewaltspiele angeblich einigen Schaden anrichten könnten.

Einer der Richter des Obersten Gerichts erklärte in einer Stellungnahme, dass auch Kindern ein Schutz ihrer Rechte im Rahmen des ersten Verfassungszusatzes zustehe. Die Regierungsbehörden hätten nicht einfach das Recht darüber zu entscheiden, welchen Ideen ein Kind möglicherweise ausgesetzt werde, hieß es.

Die Altersklassifizierung von Spielen erfolgt in den USA seit jeher auf freiwilliger Basis. Sechs andere US-Bundesstaaten hatten ähnliche Gesetze zum Schutz von Kindern vor Gewaltspielen ebenfalls für unrechtmäßig erklärt. Wäre das Gesetz in Kalifornien in Kraft getreten, hätte Händlern, die Jugendlichen Spiele mit Gewaltinhalten verkaufen würden, eine Strafe in Höhe von bis zu 1000 Dollar pro Spiel gedroht. Justitia Justitia
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