'Piraterie': Industrie verlor 2010 59 Mrd. Dollar
Angeblich entgingen den Softwareherstellern nach Schätzungen der BSA 2010 durch illegale Software Einnahmen in Höhe von rund 59 Milliarden US-Dollar, was einem Anstieg gegenüber dem Vorjahr um 14 Prozent und einer Verdopplung gegenüber 2003 entsprechen soll.
Der Anteil der illegalen Software ging allerdings auf 42 Prozent um ein Prozent zurück, so die Industrievertreter. Gerade in den am schnellsten wachsenden Märkten sei der Anteil besonders hoch, so BSA-Chef Robert Holleyman in einer Stellungnahme.
Die Schäden wurden in diesem Bereich auf rund 32 Milliarden Dollar geschätzt. Zwar wurden 50 Prozent aller weltweit verkauften PCs in aufstrebende Märkte in Entwicklungs- und Schwellenländern geliefert, doch nur 20 Prozent aller Lizenzeinnahmen kamen aus diesen Regionen, heißt es.
In Zentral- und Osteuropa sowie Lateinamerika lag die Piraterierate mit 64 Prozent laut einer BSA-Studie am höchsten. Im asiatisch-pazifischen Raum stieg die Piraterierate um ein Prozent auf 60 Prozent. In Nordamerika war der Anteil der illegalen Software mit 21 Prozent am niedrigsten.
Der BSA zufolge stellte man bei Umfragen fest, dass 60 Prozent der Befragten davon ausgehen, dass es für Heimanwender legal ist, eine einzelne Software-Lizenz zu erwerben, und das jeweilige Produkt dann auf mehreren Rechnern zu installieren. Dies sei die am häufigsten auftretende Art der "Piraterie". Immerhin 47 Prozent der Teilnehmer gingen davon aus, dass dies auch am Arbeitsplatz legal sei.
In der BSA sind Unternehmen wie Adobe, Apple, Microsoft und Symantec organisiert. Holleyman forderte die Regierungen in aller Welt auf, mehr Unterstützung bei der Bekämpfung illegaler Software zu bieten, da die Industrie bereits alles versuche, was sie zu leisten im Stande sei.
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