HP-Chef: Haben uns bisher unter Wert verkauft
Dabei betonte er die Faszination, die für ihn von dem Unternehmen ausgeht. Nachdem er die letzten Monate damit zubrachte, um die Welt zu reisen und mit Beschäftigten und Kunden zu sprechen, sprach er aber auch über Themen, die sich seiner Ansicht nach bei HP ändern müssen.
"HP muss seine Innovationsfähigkeit wieder aufleben lassen, und HP muss näher an manche Kunden heranrücken", erklärte Apotheker. Die Technologiebranche durchlaufe derzeit den vielleicht größten Wandel seit 20 Jahren. Sein Konzern wolle dabei eine signifikante Rolle spielen.
Das gilt für Apotheker sowohl im Geschäft mit Unternehmen als auch mit Privatkunden. "Es ist ein immenser Wettbewerbsvorteil, in dieser Zeit, in der die 'Konsumerisierung' der IT die Branche antreibt, im Privatkundensegment aktiv zu sein", so der neue HP-Chef.
Eine Stärke, auf die das Unternehmen zurückgreifen könne, sei dabei die Tatsache, in den wichtigen Geschäftsbereichen jeweils Marktführer oder zumindest Zweiter zu sein. "Wir haben außerdem passionierte Leute und ein großes Erbe", sagte Apotheker. Hinzu komme eine unglaubliche Innovations-Kultur.
Allerdings sieht Apotheker auch verschiedene Schwachstellen, die die Entwicklung des Unternehmens hemmen. So müsse der Konzern in Märkten außerhalb der USA stärker aktiv werden - wofür er als Europäer wohl die passende Perspektive mitbringen dürfte.
"Wir müssen außerdem unsere Innovations-Maschine wieder anheizen und unsere Produkte schneller auf den Markt bringen", erklärte Apotheker. Weiterhin gebe es im Software-Portfolio einige Lücken, die geschlossen werden sollen. Generell hat sich HP nach Ansicht Apothekers in den letzten Jahren aber etwas unter Wert verkauft und soll in Zukunft gegenüber bestehenden und potenziellen Kunden stärker mit seinen Pfründen wuchern.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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