Mysteriöser PC stellt Islands Parlament vor Rätsel

Recht, Politik & EU Ein PC, der in einem Gästezimmer des isländischen Parlaments entdeckt wurde, gibt den Abgeordneten und der Polizei derzeit Rätsel auf. Weder Herkunft noch Zweck sind derzeit bekannt. Allerdings deutet einiges darauf hin, dass der Rechner von Mitarbeitern eines Geheimdienstes oder einer ähnlichen Organisation aufgestellt wurde. Immerhin wurden sämtliche Seriennummern, die auf den Ursprung des Gerätes hindeuten könnten, entfernt. Auch Fingerabdrücke wurden an dem PC nicht gefunden.

Die Polizei geht daher davon aus, dass das System von einem Profi installiert wurde. Als der Computer entdeckt wurde, war er eingeschaltet und mit dem Netzwerk des isländischen Parlaments verbunden, berichtete die Zeitung 'Grapevine'. Eine Untersuchung durch Computer-Forensiker der Polizei soll nun weitere Details klären.

Der Vorfall sorgte in der isländischen Presse für eine Reihe von Spekulationen. Da er durchaus mysteriös erscheint, war vor allem der Boulevard schnell mit von der Partie und vermeldete, der Inhalt der Festplatte sei automatisch gelöscht worden, als der Rechner vom Netzwerk getrennt wurde.

Solche Berichte seien aber unseriös, so Stephen Christian vom Security-Unternehmen Oxymap. Wer immer den Rechner aufgestellt habe, wisse genug über Technik, um sich darüber im Klaren zu sein, dass solche gelöschten Daten von Experten wiederhergestellt werden können. Viel sicherer würde eine Verschlüsselung dafür sorgen, dass die Daten unzugänglich werden.
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