Google Research Award geht nach Saarbrücken

Der Professor für Sprachsignalverarbeitung der Universität des Saarlandes will daher bei der automatischen Spracherkennung stärker berücksichtigen, was in den letzten tausend Wörtern gesagt oder geschrieben wurde. "Bei unseren Methoden kommt es weniger darauf an, ob es sich nun um Englisch oder Ungarisch handelt. Wichtiger ist, dass der Computer über große Textmengen die Muster und Strukturen einer Sprache erfasst", sagte Klakow.
Sein Ziel ist es, dass der Computer automatisch den Sinn von Texten erkennt und auf eine Frage selbständig die passende Antwort findet. "Wir wollen dafür keine großen Wissensdatenbanken wie etwa Wikipedia aufbauen, sondern der Computer soll in einem großen, aber unstrukturierten Textbestand die richtigen Informationen zusammensuchen", so der Forscher weiter. Die dabei eingesetzten maschinellen Lernverfahren könnten auch dazu beitragen, gesprochene Sprache etwa in Übersetzungsprogrammen oder Diktiergeräten besser zu verarbeiten.
"Bei den meisten Sprachdialogsysteme wurde bisher zu wenig beachtet, in welchem Zusammenhang die Sätze gesprochen werden. Wir gehen davon aus, dass die zuletzt gesprochenen oder geschriebenen tausend Wörter viel über den Kontext aussagen", meint der Saarbrücker Forscher. Diese Textmenge müsse der Computer daher genauer unter die Lupe nehmen und automatisch einordnen können.
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