Kampagne Phishing impossible:
Verband warnt vor KI-Fake-Shops-Boom
Immer perfektere Fälschungen bedrohen den Online-Handel. Kriminelle nutzen Künstliche Intelligenz, um professionelle Betrugsseiten in großer Zahl zu erstellen. Alte Warnsignale wie Tippfehler greifen bei den neuen Täuschungen nicht mehr.
Phishing und gefälschte Verkaufsportale gibt es seit den Anfängen des Onlinehandels. Die Werkzeuge der Täter haben sich jedoch stark weiterentwickelt. Früher waren unseriöse Angebote oft an mangelhaftem Design oder zahlreichen Rechtschreibfehlern zu erkennen. Heute erstellen automatisierte Systeme in kurzer Zeit professionell gestaltete Seiten mit fehlerfreien Allgemeinen Geschäftsbedingungen und plausibel wirkenden Rechtstexten. Damit fallen typische Warnsignale weg. Für Verbraucher wird es schwieriger, seriöse Händler von Betrügern zu unterscheiden.
Nach Angaben des Einzelhandels entstehen derzeit monatlich rund 1.800 neue betrügerische Shops. Die Täter nutzen gefälschte Gütesiegel und ein professionelles Erscheinungsbild, um Vertrauen zu erschleichen.
Der Handelsverband Deutschland (HDE) empfiehlt den Ampel-Check der Verbraucherzentrale: Mit dem Fake-Shop-Finder können Nutzer verdächtige Webadressen vor einer Bestellung prüfen.
Bei unrealistisch hohen Rabatten ist laut HDE ebenfalls Vorsicht geboten - etwa wenn Markenware nur einen Bruchteil des üblichen Preises kostet.
Seid ihr beim Online-Shopping schon einmal auf einen Fake-Shop hereingefallen oder konntet im letzten Moment abbrechen? Teilt eure Erfahrungen mit uns in den Kommentaren!
Siehe auch:
- Der Fake-Shop-Finder entlarvte im Frühjahr 2026 das 100.000ste Fake-Portal
- Künstliche Intelligenz ermöglicht Betrügern fehlerfreie Fake-Websites
- Laut Einzelhandel entstehen zurzeit jeden Monat etwa 1800 neue Fake-Shops
- Der HDE rät Verbrauchern zum Ampel-Check des Fake-Shop-Finders der VZ
- Kunden sollten Webadressen, Impressum und Gütesiegel stets genau prüfen
- Reine Vorkasse und auffallend hohe Rabatte deuten oft auf Betrüger hin
- Eine Bundeskampagne klärt seit dem 10. Oktober über Phishing-Gefahren auf
KI als Turbo für Betrüger
Kriminelle setzen beim Onlinebetrug verstärkt auf Künstliche Intelligenz (KI). Im Frühjahr 2026 identifizierte der Fake-Shop-Finder der Verbraucherzentralen den 100.000sten betrügerischen Online-Shop.Phishing und gefälschte Verkaufsportale gibt es seit den Anfängen des Onlinehandels. Die Werkzeuge der Täter haben sich jedoch stark weiterentwickelt. Früher waren unseriöse Angebote oft an mangelhaftem Design oder zahlreichen Rechtschreibfehlern zu erkennen. Heute erstellen automatisierte Systeme in kurzer Zeit professionell gestaltete Seiten mit fehlerfreien Allgemeinen Geschäftsbedingungen und plausibel wirkenden Rechtstexten. Damit fallen typische Warnsignale weg. Für Verbraucher wird es schwieriger, seriöse Händler von Betrügern zu unterscheiden.
Nach Angaben des Einzelhandels entstehen derzeit monatlich rund 1.800 neue betrügerische Shops. Die Täter nutzen gefälschte Gütesiegel und ein professionelles Erscheinungsbild, um Vertrauen zu erschleichen.
Der Handelsverband Deutschland (HDE) empfiehlt den Ampel-Check der Verbraucherzentrale: Mit dem Fake-Shop-Finder können Nutzer verdächtige Webadressen vor einer Bestellung prüfen.
Schutzmaßnahmen für Käufer
Käufer sollten die Webadresse genau prüfen. Kriminelle wandeln bekannte Markennamen häufig durch kleine Zusätze ab. Zudem sollten Verbraucher folgende Punkte beachten:- Impressum auf eine plausible, inländische Adresse prüfen.
- Bei ausschließlicher Vorkasse ohne Käuferschutz den Kauf abbrechen.
- Gütesiegel anklicken und das Zertifikat kontrollieren.
- Kundenbewertungen über externe Suchmaschinen recherchieren.
Bei unrealistisch hohen Rabatten ist laut HDE ebenfalls Vorsicht geboten - etwa wenn Markenware nur einen Bruchteil des üblichen Preises kostet.
Aufklärung gegen Zahlungsbetrug
Seit dem 10. Oktober läuft die Kampagne "Machen wir Phishen impossible". Unter der Schirmherrschaft der Deutschen Bundesbank und des Bundesfinanzministeriums klärt sie rund einen Monat lang über Phishing und aktuelle Formen des Zahlungsbetrugs auf.Seid ihr beim Online-Shopping schon einmal auf einen Fake-Shop hereingefallen oder konntet im letzten Moment abbrechen? Teilt eure Erfahrungen mit uns in den Kommentaren!
Siehe auch:
- KI-Agenten greifen Online-Shops an und stehlen Kreditkartendaten
- Betrüger nutzen Deepfakes inzwischen in industriellem Umfang
- EU-Prüfung enthüllt: Jeder dritte Onlineshop trickst seine Kunden aus
- Kriminelle fälschen jetzt komplette Browser im Browserfenster
- EvilTokens: Microsoft legt große, KI-gestützte Phishing-Plattform lahm
Thema:
Nadine Juliana DresslerRedakteurin für Windows & Netzwerke
Seit 2001 im Journalismus, klassisch ausgebildet, Autorin eines Windows-Buches. Ihre Themen reichen von Insider-Builds über die FritzBox bis zu DSL und Starlink.
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