Nach Gerüchten über RTX-5090-Aus:
Nvidia spricht erstmals Klartext

Nach anhaltenden Spekulationen über einen Produktionsstopp der Geforce RTX 5090 hat Nvidia sich jetzt erstmals zu dem Thema geäußert und klar Stellung bezogen. Trotz massiver Engpässe und extrem hoher Preise soll die GPU weiterhin ausgeliefert werden.
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WinFuture/KI-generiert
  • Nvidia dementiert vehement alle Gerüchte über das Aus der Geforce RTX 5090
  • Manager Jeff Fisher bezeichnet das High-End-Modell als wichtiges Kernprodukt
  • Die Verfügbarkeit der Grafikkarte sinkt weltweit jedoch immer weiter
  • In Deutschland liegt der Marktpreis derzeit zwischen 6.800 und 11.400 Euro
  • Knappe GB202-Chips wandern wohl vorrangig in teurere Workstation-Modelle

Nvidia dementiert das Aus

Nach anhaltenden Spekulationen über einen vorzeitigen Produktionsstopp der Geforce RTX 5090, ihrem langsamen Verschwinden aus dem Handel und ihrer Streichung vom Marktplatz auf Nvidias eigener US-Webseite hat das Unternehmen sich jetzt zu den anhaltenden Gerüchten über das Aus seiner aktuellen Flaggschiff-Grafikkarte geäußert.

So widersprach Nvidias Senior Vice President Jeff Fisher den Gerüchten nun vehement. Auf einem RTX-Spark-Event in Taipeh am 16. Oktober stellte er gegenüber taiwanischen Medien wie CNA klar, dass das High-End-Modell der Blackwell-Generation keineswegs am Ende seines Lebenszyklus angekommen sei.


RTX 5090 als "wichtiges Kernprodukt"

In den vergangenen Tagen häuften sich Berichte, wonach Nvidia die Fertigung der Flaggschiff-Grafikkarte beendet habe, um die darin verbauten Chips künftig für lukrativere KI-Beschleuniger freizumachen. Fisher betonte allerdings die historische Wichtigkeit des Gaming-Geschäfts für das Unternehmen. So wäre ohne die langjährige Entwicklung der Geforce-Sparte Nvidias heutige dominierende Position im Bereich der künstlichen Intelligenz laut dem Manager nicht denkbar. Obwohl die Kapazitäten in den Lieferketten begrenzt seien, werde das Unternehmen die Geforce RTX 5090 weiterhin produzieren und ausliefern. Die Grafikkarte bleibe ein "äußerst wichtiges Kernprodukt".

Die offizielle Zusicherung steht allerdings im starken Kontrast zur realen Marktsituation. In Deutschland liegt die offizielle unverbindliche Preisempfehlung für die Grafikkarte bei 2.099 Euro. Zu diesem Preis war die Hardware jedoch so gut wie noch nie erhältlich. Im offiziellen deutschen Online-Shop von Nvidia wird das Modell zu diesem Preis zwar gelistet, ist aber nicht lieferbar.

Enorme Preise im Handel

Wer aktuell eine der wenigen verfügbaren Grafikkarten erwerben möchte, muss tief in die Tasche greifen. Auf dem deutschen Markt werden Summen zwischen 6.800 und 11.400 Euro aufgerufen. Auch in den USA ist die Situation angespannt. Große Elektronikhändler haben die Karte teilweise als nicht mehr im Sortiment gelistet, während Drittanbieter auf Plattformen wie Amazon ebenfalls horrende Preise verlangen.

Berichten zufolge hängen die Engpässe mit der Aufteilung der GB202-Chips zusammen. Nvidias Partner erhalten angeblich keine neuen Chargen mehr, da die Chips künftig vor allem für die teureren Workstation-Grafikkarten RTX Pro 6000 und RTX Pro 5500 genutzt werden sollen. Parallel dazu kursieren unbestätigte Gerüchte über eine mögliche Geforce RTX 5080, die als neues Topmodell bald mit 24 Gigabyte Grafikspeicher ausgestattet sein könnte. Zu beiden Themen äußerte sich Fisher jedoch nicht.

Was haltet ihr von Jeff Fishers Aussagen? Glaubt ihr daran, dass Nvidia sich tatsächlich bemüht, die RTX 5090 weiterhin zur Verfügung zu stellen, oder sind die Aussagen über das "wichtige Kernprodukt" nur leere Phrasen, die Gamer besänftigen sollen? Teilt eure Gedanken in den Kommentaren! Siehe auch:
Felix Krauth

Redakteur für Windows & Hardware

War Game Designer, bevor er Journalist wurde, und testet Spiele bis heute selbst. Sein Spektrum reicht von der FritzBox über Windows 11 und Apple bis zu Gaming.

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