Sony sucht Entlastung für seinen Konzernchef

Wirtschaft & Firmen Der japanische Elektronikkonzern Sony sucht derzeit nach Entlastung für seinen Konzernchef Howard Stringer. Dieser hält bisher alle Fäden in seiner Hand. Stringer leitet sowohl das Tagesgeschäft des Unternehmens und hat parallel die Posten des Aufsichtsratsvorsitzenden und Präsidenten inne. Letztere Position soll nun aber an einen zweiten Manager vergeben werden, um ihm etwas mehr Freiraum für die anderen Aufgaben zu verschaffen.

Das geht aus einem Bericht der Nachrichtenagentur 'Bloomberg' hervor, der sich auf anonyme Quellen beruft. Eine Entlastung des Briten an der Spitze des Konzerns scheint auch angesichts dessen Alters dringend geboten. Stringer wird im Februar 69 Jahre alt.

Aktuell pendelt er wegen seiner vielfältigen Aufgaben ständig zwischen seinem Hauptbüro in New York, dem Konzernsitz in Tokio, den Filmstudios in Los Angeles und dem Wohnsitz seiner Familie in London. Das Reiseaufkommen soll sich zukünftig aber reduzieren.

Stringer hatte im Juni 2005 die Leitung des Konzerns übernommen. Damals hatte das Unternehmen massive Probleme. Der Manager, der zuvor das US-Geschäft Sonys führte, begann mit einem umfassenden Restrukturierungsprogramm, in dessen Rahmen verschiedene unprofitable Produktlinien eingestampft und eine bessere Zusammenarbeit zwischen den Teilbereichen organisiert wurde. Stringer hatte angekündigt, bis zum Abschluss der Umbaumaßnahmen im Jahr 2013 auf seinem Posten zu bleiben.
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