Stallman: "Beendet den Krieg gegen das Tauschen"

Recht, Politik & EU Richard Stallman, Gründer des GNU-Projektes und einer der bekanntesten Vertreter der Bewegung für freie Software, hat dazu aufgerufen, den Feldzug gegen den freien Austausch von Daten zu beenden. "Den Krieg gegen das Tauschen zu beenden ist eine Notwendigkeit", sagte er auf dem World Computer Congress im australischen Brisbane. Dessen Ziele seien schlecht, weil der Austausch von Informationen eine gute Sache sei. "Auf dem Informations-Austausch haben wir unsere Zivilisation aufgebaut", so Stallman.

Die Finanzierung von Künstlern und anderen Kreativschaffenden sollte seiner Ansicht nach statt mit Einschränkungen der Nutzbarkeit ihrer Werke über andere Wege sichergestellt werden. Denkbar wäre laut Stallman beispielsweise eine Vergütung über eine spezielle Steuer.

Stallman zeigte sich aber auch überzeugt davon, dass Zahlungsmodelle auf einem Prinzip der Freiwilligkeit funktionieren würden, indem den Nutzern beispielsweise ein Button zur Verfügung gestellt wird, über den sie eine kleine Spende abgeben können. "Eine Menge Leute würden den Knopf drücken, weil es einfach ein gutes Gefühl ist, einen Künstler zu unterstützen", sagte er.

Er kritisierte außerdem Microsoft, Adobe, Amazon und Apple dafür, weiterhin an proprietärer Software und restriktiven Datenformaten festzuhalten. Damit werde den Nutzern letztlich die Kontrolle über seine Art der Nutzung von Computern und anderen IT-Systemen genommen.
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